Arbeitsbelastung

Schweizer Polizisten haben über eine Million Überstunden angehäuft

Polizeiverband möchte ein Bekenntnis des Bundes zur Polizeiarbeit

Polizeiverband möchte ein Bekenntnis des Bundes zur Polizeiarbeit

Schweizer Polizeibeamte haben laut ihrem Verband VSPB über eine Million Überstunden angehäuft. Der VSPB verlangt von der Politik, landesweit mindestens 1500 neue Polizistinnen und Polizisten anzustellen. Unmut und Unzufriedenheit bei der Polizei nähmen ständig zu.

Gemessen an der Anzahl Überstunden fehlten gar 2000 Beamte, schreibt der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB) in einer Mitteilung. Viele Polizistinnen und Polizisten - auch langjährige - quittierten inzwischen wegen der Arbeitsbedingungen und des Arbeitsklimas ihren Dienst.

Der "Stimmungsbarometer" innerhalb der Polizei sei auf einem Tiefpunkt, die Attraktivität des Berufes werde "gnadenlos" torpediert, heisst es in der Mitteilung mit dem Titel "Jetzt reichts!". Die Frucht sei ausgepresst, klagt der Verband.

Die Polizistinnen und Polizisten fühlen sich offenbar von der Politik allein gelassen. Diese solle ihren "Sparwahn überdenken und die Polizeikorps endlich aufstocken". Die Beamten stünden unter immensem Druck. Dies alles mache es schwierig, "das gewünschte Niveau an Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten".

Zugleich wandte sich der Verband gegen den Trend, immer mehr Polizeidienste an private Sicherheitsfirmen auszulagern. Dazu reichten weder die gesetzlichen Grundlagen, noch seien die Mitarbeiter dieser Firmen dazu genügend ausgebildet, zeigte der VSPB sich überzeugt.

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