Soziale Netzwerke
Schweizer Parteien haben Nachholbedarf bei Facebook-Auftritt

Viele Politiker nutzen die neuen Medien, um mit den Bürgern in Kontakt zu treten. Zumindest was den Facebook-Auftritt der Schweizer Parteien betrifft, besteht grosser Nachholbedarf. Diesen Schluss zieht ein Westschweizer Beratungsunternehmen aus einer Analyse.

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Schweizer Parteien mit Nachholbedarf bei Facebook-Auftritt (Symbolbild)

Schweizer Parteien mit Nachholbedarf bei Facebook-Auftritt (Symbolbild)

Keystone

Die Parteien des Landes markierten zu wenig Präsenz im sozialen Netzwerk, so das Fazit des auf multimediale Kommunikation spezialisierten Unternehmens Virtua. Nur 20'000 Schweizerinnen und Schweizer würden sich auf Facebook als «Fans» von einer der sieben grössten Parteien des Landes zu erkennen geben.

Gemäss der kürzlich veröffentlichten Analyse korrespondiert die Anzahl Facebook-Anhänger nicht mit der Wählerstärke der Partei. Demnach ist die CVP (750 Fans) «unterrepräsentiert», FDP (4000 Fans) und SVP (7250 Fans) hingegen überrepräsentiert.

«Formeller Charakter»

Kritisiert wird insbesondere der formelle Charakter der auf den jeweiligen Facebook-Seiten veröffentlichten Mitteilungen. Dabei handle es sich meist um Verweise auf Medienmitteilungen oder Artikel, welche die Anhängern nur selten zu Kommentaren animieren würden.

Auch in punkto Mehrsprachigkeit lassen Facebook-Auftritte zu wünschen übrig: Die BDP etwa kommuniziere ausschliesslich in deutscher Sprache.

Gerade die Seiten der Kantonal- und Lokalparteien sind mangelhaft strukturiert und wirkten wenig professionell, wie in der Analyse weiter kritisiert wird. Auch würden die sich bietenden Möglichkeiten nur schlecht ergriffen. So existierten alleine zur SP Kanton Waadt 23 Fanseiten mit insgesamt 7100 Fans, während die offizielle Seite der SP Schweiz nur knapp 5000 Fans zählt.

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