«Hot Mission»
Schweizer Kampfjet fängt Businessjet auf dem Weg nach Paris ab

Ein Businessjet ohne Funkverbindung rief am Sonntag die Schweizer Luftwaffe auf den Plan. Das Flugzeug war von Beirut nach Paris unterwegs.

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Ein F/A-18-Kampfjet der Schweizer Luftwaffe wurde am Sonntag zu einer «Hot Mission» geschickt. (Archivbild)

Ein F/A-18-Kampfjet der Schweizer Luftwaffe wurde am Sonntag zu einer «Hot Mission» geschickt. (Archivbild)

KEYSTONE/URS FLUEELER

Die Einsatzzentrale Luftverteidigung (EZ LUV) der Schweizer Luftwaffe erhielt am Sonntagmorgen um 10.20 Uhr von den italienischen Kollegen Meldung über einen Businessjet, der ohne Funkverbindung den Luftraum über Südtirol passierte. Das Flugzeug war von Beirut nach Paris unterwegs.

Die Luftwaffe löste daraufhin eine sogenannte «Hot Mission» aus, wie es in einer Medienmitteilung vom Montag heisst. Vom Luftwaffenstützpunkt Payerne startete eine F/A-18, um dem Sachverhalt auf den Grund zu gehen. Da der Pilot des Bussinessfliegers zunächst nicht auf Funkaufrufe reagierte, alarmeirte die Schweiz auch die deutsche und franzsösiche Luftwaffe. In Frankreich herrschte am Wahlsonntag höchste Sicherheitswarnstufe.

Die Flugsicherung in Zürich konnte aber den Funkkontakt wieder herstellen. Aufgrund der sicherheitspolitischen Lage entschied sich die Einsatzzentrale der Luftwaffe, die «Hot Mission» dennoch weiterzuführen. Das Kampfflugzeug sichtete den Businessjet um 10.38 Uhr über der Innerschweiz und begleitet es bis zur schweizerisch-französischen Grenze.(az/cze)

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Keystone