Pflege

Schweizer halten Palliative Care für notwendig

Eine Blume an der Zimmernummer in der Palliativabteilung einer Klinik (Symbolbild, Archiv)

Eine Blume an der Zimmernummer in der Palliativabteilung einer Klinik (Symbolbild, Archiv)

Die medizinische Pflege am Lebensende, die sogenannte Palliative Care, stösst in der Schweizer Bevölkerung auf breite Akzeptanz. Gemäss einer Umfrage halten 91 Prozent Palliative Care für notwendig. Drei Viertel erwägen, sie eines Tages zu nutzen.

Bei Palliative Care geht es um die Verbesserung der Lebensqualiät in der letzten Lebensphase. Sie umfasst medizinische Behandlungen, pflegerische Interventionen sowie psychische, soziale und spirituelle Unterstützung

Um die Meinung und das Wissen zu Palliative Care in der Bevölkerung in Erfahrung zu bringen, hat das Forschungsinstitut GfK im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) eine repräsentative Umfrage bei der über 15-jährigen Bevölkerung durchgeführt. Im Oktober/November 2009 wurden 1600 Personen befragt.

91 Prozent der Befragten sind der Meinung, Palliative Care sollte allen schwerkranken und sterbenden Menschen zur Verfügung stehen. Wenn sie selber unheilbar krank wären, würden 77 Prozent der Befragten in Betracht ziehen, Palliative Care zu nutzen.

Gemäss Bundesamt für Statistik sterben die Menschen in der Schweiz am häufigsten im Alters- und Pflegeheim, am zweithäufigsten im Spital und am dritthäufigsten zuhause oder an einem anderen Ort.

Im krassen Gegensatz dazu stehen die Wünsche der Befragten: Drei Viertel gaben an, am liebsten zuhause sterben zu wollen. Frauen sprechen sich signifikant häufiger dafür aus als Männer.

Dass die Realität anders aussieht, zeigt zum Beispiel die Statistik der Stadt Zürich: Männer können dank der Präsenz einer in der Regel jüngeren Partnerin im Alter häufig zuhause leben und sterben. Frauen verbringen ihren letzten Lebensabschnitt dagegen häufiger ohne Partner in einem Alters- oder Pflegeheim.

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