Das geschätzte Schweizer Spendenvolumen der Privathaushalte erhöhte sich auf 1,2 Milliarden Franken. Dies ist der zweithöchste Wert seit dem Post-Tsunami-Jahr 2005, als sich besonders viele Menschen zum Spenden hatten mobilisieren lassen, wie gfs-zürich am Sonntag mitteilte. Allerdings spendeten die Haushalte damals im Durchschnitt kleinere Summen.

Trotz grossen Katastrophen und breiten Spendeaktionen sei die Zahl der Spendenden im Jahr 2010 nicht gestiegen, heisst es im Bericht weiter. 69 Prozent der Schweizer Haushalte hätten 2010 für Spenden ins Portemonnaie gegriffen, was ungefähr dem Wert der Vorjahre (je 72 Prozent) entspreche. 2005, nach dem Tsunami und den Unwettern in der Schweiz, hatte dieser Wert 81 Prozent betragen.

Interessant ist laut gfs-zürich der Vergleich der Altersgruppen und der Bildungsklassen. Personen ab 65 Jahren seien besonders grosszügig gewesen. Das gleiche gelte für die Menschen mit höherer Bildung. Beide Personengruppen hätten durchschnittlich über 1000 Franken gespendet.

Schwere Katastrophen wie jene in Haiti oder Pakistan hätten vermehrt Mitleid und Solidarität ausgelöst, heisst es im Bericht weiter. Es wurden auch grössere Beträge gespendet, insbesondere flossen mehr vierstellige Summen. Der Anteil an Personen, die über 1000 Franken spendeten, stieg von 5 Prozent im Jahr 2009 auf 16 Prozent 2010.