Wie das SBF in seinem Newsletter mitteilte, untersuchte es, wie oft Studien von Schweizer Forschern in den Jahren 2005 bis 2009 von anderen Wissenschaftlern zitiert wurden. Die Zahl dieser so genannten Zitationen wurde nach Forschungsgebieten genormt und zudem gewichtet.

Es zeigte sich, dass die Schweizer Forschungsarbeiten eine hohe Anerkennung erfahren: Ihr errechneter relativer Zitationsindex liegt laut dem SBF 16 Prozent über dem weltweiten Durchschnitt. Besser sind nur die Forscher in den USA (+18 Prozent). Auf Rang drei landet Holland, knapp vor Grossbritannien und Dänemark.

Aufstrebende Schwellenländer

Die USA bleiben auch zahlenmässig die weltweit wichtigste Produzentin von Forschungsarbeiten: Sie erreichen einen Publikationsanteil von rund 29 Prozent. Dahinter folgen mit je rund 6 Prozent China, Japan und Grossbritannien. Von Schweizer Wissenschaftlern stammen rund 1,2 Prozent aller publizierten Studien.

Damit platziert sich die Schweiz, wie schon bei einer Untersuchung zu Beginn der 1990er-Jahre, unter den ersten 20 Ländern. Dabei gilt es laut dem SBF zu bedenken, dass der Konkurrenzdruck gewachsen ist: Einige Schwellenländer wie China, Südkorea, Taiwan oder Brasilien haben stark in die Forschung investiert.

Dass die Forschung immer internationaler wird, zeigt sich auch an der steigenden Zahl von Kooperationen zwischen Teams verschiedener Länder. Rund 31 Prozent der Kooperationen von Schweizer Forschern finden landesintern statt. In 69 Prozent der Fälle stammt der Partner aus dem Ausland, meist aus den USA, Deutschland, Frankreich oder Italien.