IS-Vormarsch
Schweizer Dschihadist zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt

Die Bundesanwaltschaft hat einen Westschweizer Dschihadisten per Strafbefehl zu 600 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Sie wirft ihm Beteiligung an einer kriminellen Organisation und Militärdienst in den Diensten einer fremden Armee vor.

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IS-Kämpfer in Syrien (Symbolbild)

IS-Kämpfer in Syrien (Symbolbild)

Keystone

Die Bundesanwaltschaft bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des Westschweizer Fernsehens TRS. Der Strafbefehl ist rechtskräftig. Es handelt sich bei dem Waadtländer um den ersten Schweizer Dschihadisten, der wieder zurückkehrte und verurteilt wurde.

Der Mann liess über eine französische Webseite rekrutieren. Er verliess die Schweiz vor rund einem Jahr, um sich in Syrien den IS-Kämpfern anzuschliessen. Drei Monate später, Mitte März dieses Jahres, kehrte der Mann über den Flughafen Genf wieder in die Schweiz zurück.

Dazwischen absolvierte er laut RTS eine zweiwöchige Ausbildung in einem Trainingscamp. Darauf wollte er wieder nach Hause. Er wurde aber von seinen IS-Kollegen vorerst in ein Gefängnis gesteckt, ehe er nach Hause entlassen wurde.

Der Mann muss sich zudem einer psychiatrische Behandlung unterziehen, eine fotografische Friedensdokumentation realisieren und einen Teil der Verfahrenskosten in Höhe von 4700 Franken von total 24'700 Franken bezahlen.

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