Nahost

Schweizer Delegation fordert Bestrafung von Gaza-Kriegsverbrechen

Dante Martinelli: Schweizer UNO-Botschafter (Archiv)

Dante Martinelli: Schweizer UNO-Botschafter (Archiv)

Israel und die palästinensische Hamas müssen nach Ansicht des Schweizer UNO-Botschafters für ihre Menschenrechtsverletzungen während des Gaza-Kriegs bestraft werden. Dies sagte Dante Martinelli in Genf anlässlich der Debatte des UNO-Menschenrechtsrates über den Goldstone-Bericht.

"Die schlimmen Verbrechen beider Konfliktparteien können nicht unter den Tisch gewischt werden", sagte der UNO-Botschafter vor dem Menschenrechtsrat. Martinelli erinnerte daran, dass die Schweiz von Anfang an auf die Aufklärung sämtlicher Kriegsverbrechen gepocht hatte.

Er zeigte sich erleichtert, dass die mit der Untersuchung betraute Kommission unter der Leitung von Richard Goldstone in ihrem Bericht die Menschenrechtsverletzungen sämtlicher Parteien berücksichtigte. Weiter gab Martinelli seiner Überzeugung Ausdruck, dass die Verbrechen bestraft werden müssten.

Der Schweizer Diplomat forderte den Menschenrechtsrat dazu auf, von den beiden Konfliktparteien eine den internationalen Normen entsprechende Untersuchung der begangenen Verbrechen zu verlangen. Ein unabhängiges Expertenteam solle die Rechtsverfahren überwachen und dafür sorgen, dass Israel und die Hamas ihrer Pflicht nachkommen.

"Nur wenn begangene Verbrechen bestraft werden", folgerte Martinelli, "können zukünftige Menschenrechtsverletzungen vermieden und ein dauerhafter Frieden erreicht werden".

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1