Iran

Schweizer Botschafterin in Teheran besucht inhaftierte Amerikaner

Livia Leu-Agosti, Schweizer Botschafterin im Iran (Archiv)

Livia Leu-Agosti, Schweizer Botschafterin im Iran (Archiv)

Die Schweizer Botschafterin in Teheran hat drei seit Juli im Iran festgehaltene US-Amerikaner besuchen können. Dies wurde vom Aussenministerium in Bern bestätigt. Die Schweiz vertritt im Rahmen der guten Dienste seit knapp dreissig Jahren die diplomatischen Interessen der USA im Iran.

Botschafterin Livia Leu-Agosti habe mit weiteren Schweizer Diplomaten die drei inhaftierten US-Amerikaner am Dienstag besuchen können, sagte Lars Knuchel, Sprecher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), am Abend der Nachrichtenagentur SDA.

Die drei US-Amerikaner waren Ende Juli im Grenzgebiet von Irak und Iran angeblich auf einer Wanderung, als sie von iranischen Kräften festgenommen wurden, weil sie unerlaubterweise die Grenze überschritten hätten, hiess es von iranischer Seite.

Erst am Freitag hatten die USA und Kanada Teheran aufgerufen, mit einer humanitären Geste die Fälle von sieben ihrer im Iran festgehaltenen Landsleute zu lösen, darunter die genannten drei US-Amerikaner.

Der Kontakt der drei US-Amerikaner mit Schweizer Diplomaten fand lediglich zwei Tage vor einem Treffen von Vertretern der so genannten Sechsergruppe - die fünf UNO-Veto-Mächte USA, Russland, China, Grossbritannien und Frankreich sowie Deutschland - mit jenen des Iran in Genf. Darauf wies der Sprecher im US-Aussenministerium, P.J. Crowley, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters hin.

In einem Interview mit dem US-Fernsehsender NBC hatte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad kürzlich Andeutungen gemacht, eine Freilassung der drei US-Amerikaner im Iran könnte im Austausch mit von den US-Truppen im Irak festgehaltenen iranischen Diplomaten geschehen.

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