Flüchtlinge
Schweizer Armeeoffizier koordiniert Rechtsextremen-Schiff auf dem Mittelmeer

Rechtsextreme sind mit dem Schiff C-Star auf dem Weg ins Mittelmeer. Ihr Ziel: die Gewässer vor der libyschen Küste. Dort wollen sie Hilfsorganisationen blockieren und Flüchtlinge stoppen.

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Die Rechtsextremen-Organisation will auf dem Mittelmeer Hilfsorganisationen stoppen. (Symbolbild)

Die Rechtsextremen-Organisation will auf dem Mittelmeer Hilfsorganisationen stoppen. (Symbolbild)

KEYSTONE/AP/EMILIO MORENATTI

Chefplaner der Aktion, die weltweit für Schlagzeilen sorgt, ist ein Genfer: Jean-David Cattin, wie der «Sonntagsblick» schreibt. Er diente als Oberleutnant in der Schweizer Armee. Zusammen mit Aktivisten aus mehreren Ländern koordiniert er die Mittelmeer-Mission – auch mit Spendengeldern aus der Schweiz.

Cattin gehört zu den führenden Ideologen der völkischen Identitären, die das Schiff gechartert haben. In Frankreich amtet er als Landesleiter Gruppierung und bildet angehende Kader aus.

Bis vor kurzem hielt sich Cattin im Hintergrund. In den letzten Tagen trat er auf Sizilien nun öffentlich als einer der Köpfe der Aktion auf.

In der Hafenstadt Catania, von wo aus die C-Star in den nächsten Tagen starten will, informierte er Journalisten über den aktuellen Stand des Projekts und gab Interviews über die Beweggründe für die Aktion. Er selbst will nicht an Bord gehen.

Über eine Crowdfunding-Webseite haben die Aktivisten knapp 125'000 Franken gesammelt. Ein Teil des Geldes stammt aus der Schweiz. Laut «Sonntagsblick» haben hiesige Rechtsextreme mehrere Tausend Franken gespendet.