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Schweiz zahlt Millionen für GPS-Alternative der Europäer

Die F/A-18 kann technisch weitgehend nur das, was die USA wollen, dass sie es kann.

Die F/A-18 kann technisch weitgehend nur das, was die USA wollen, dass sie es kann.

2020 will die EU ihr eigenes System Galileo in Betrieb nehmen – die Schweiz macht mit. Derweil schweigt Militärminister Ueli Maurer zur Abhängigkeit der Schweizer Armee von den USA.

Noch fünf Jahre sind Autofahrer, Velofahrer und Fussgänger abhängig vom US-Ortungsdienst GPS, wenn sie sich durch die Schweiz navigieren lassen wollen. Geht es nach den Plänen der Europäischen Union, nimmt 2020 das europäische Satellitennavigationssystem Galileo endlich seinen Betrieb auf. Bis dahin sollen auch die restlichen 22 der insgesamt 30 Galileo-Satelliten die Erde umkreisen und Signale an Smartphones und Navigationsgeräte senden.

Teil des milliardenschweren Projekts ist auch die Schweiz: Bis 2020 wird sie sich mit mehr als 300 Millionen Euro am EU-Programm beteiligt haben. Im Gegenzug bekommen Forschung und Industrie Aufträge in Millionenhöhe.

300 Millionen sind nicht wenig für eine Alternative zum US-System GPS, das in der Schweiz nicht nur der Bevölkerung, sondern auch der Armee zur Verfügung steht. Das militärische GPS ist indes wesentlich genauer als das zivile. Die USA liefern wöchentlich einen Geheimcode, mit dessen Hilfe das präzise Super-GPS aktiviert werden kann.

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