Calmy-Rey in Zentralasien

Schweiz will Menschenrechtsdialog mit Tadschikistan aufnehmen

Bundesrätin Calmy-Rey in Zentralasien (Archiv)

Bundesrätin Calmy-Rey in Zentralasien (Archiv)

Die Schweiz will mit Tadschikistan einen Menschenrechtsdialog aufnehmen. Dies hat Bundesrätin Micheline Calmy-Rey an einem Besuch bei Präsident Emomali Rachmon besprochen. Die Menschenrechtssituation im zentralasiatischen Land war international kritisiert worden.

Der Dialog solle demnächst begonnen und von konkreten Projekten begleitet werden, heisst es in einer Mitteilung des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) zur zweiten Station der Zentralasien-Reise der Ausseniminterin.

Tadschikistan gehört zusammen mit Usbekistan und Kirgistan zu den Schwerpunktländern der schweizerischen Entwicklungsarbeit in dieser Region. Mit ihrem Amtskollegen Hamrokhon Zarifi habe Calmy-Rey in der Hauptstadt Duschanbe verschiedene Projekte besprochen, insbesondere im Bereich des Wasserressourcenmanagements im Ferghana-Tal, schreibt das EDA.

Da das Tal durch die Grenzen dreier Länder geteilt ist, sei die Region "aus ethnischer und politischer Sicht äusserst komplex", heisst es in der Mitteilung. Durch einen vernünftigeren Wasserverbrauch sowohl für die Bewässerung der Felder als auch für die Energieerzeugung trage die Schweiz zu mehr Stabilität in der Region bei.

Thema der Gespräche sei auch die Zusammenarbeit in den Bretton-Woods-Institutionen gewesen, hiess es weiter. Die Schweiz hält zusammen mit Turkmenistan, Tadschikistan, Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan, Polen und Serbien einen Sitz im Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds. Dieser ist wegen einer möglichen Verkleinerung des Gremiums in Gefahr.

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