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Schweiz will Flüchtlinge von Reise übers Mittelmeer abhalten

Der Bund will Flüchtlinge davon abhalten, die gefährliche Reise übers Mittelmeer anzutreten. Schon bevor sie nach Libyen gelangen, sollen sie zur Umkehr bewegt werden.

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In Asylzentren in Nordafrika sollen die Geflohenen Beratung erhalten. (Archivbild)

In Asylzentren in Nordafrika sollen die Geflohenen Beratung erhalten. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/SANTI PALACIOS

Die Schweiz beteiligt sich an der Errichtung einer Flüchtlingsgrenze in Afrika. So haben die europäischen Staaten entschlossen, auf dem Gürtel Mali–Niger–Tschad die Regierungen dabei zu «unterstützen», Asylstrukturen aufzubauen.

Am 13. November werden die Schweiz und die Innenminister der Nachbarländer plus jene Maltas und Sloweniens mit Vertretern von Algerien, Libyen, Mali, Niger, dem Tschad und Tunesien verhandeln. Ziel des Treffens, für das die Schweiz Kosten von gegen 300'000 Franken veranschlagt, ist es, den Schutz für Migranten auf dem Weg von Westafrika nach Europa zu verbessern.

In den IOM-Auffangzentren erhalten die Geflohenen Beratung. Wer etwa im Zentrum in Agadez in Niger beraten wird, bekommt neben der Organisation der freiwilligen Rückreise 100 Dollar Reisegeld und 1000 Dollar Reintegrationsgeld in Aussicht gestellt, wie die «Sonntagszeitung» schreibt.

Bei diesen Rückkehrberatungen wird den Westafrikanern auch klargemacht, dass sie ohne triftigen Asylgrund keine Aussicht auf ein Leben in Europa haben. So führen die Massnahmen der Kontaktgruppe im Ergebnis zu einer Flüchtlingsgrenze an der Sahara.