Aussenministertreffen

Schweiz vertritt künftig Österreich in Georgien

Oesterreich und die Schweiz vertreten sich gegenseitig (Symbolbild)

Oesterreich und die Schweiz vertreten sich gegenseitig (Symbolbild)

Österreich übernimmt ab September die Schengen-Vertretung für die Schweiz in Zagreb, Tirana und Sofia. Im Gegenzug wird die Schweiz Österreich ab Oktober in der georgischen Hauptstadt Tiflis vertreten.

Dies sagte der österreichische Aussenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger der österreichischen Nachrichtenagentur APA nach einem Treffen mit Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey und der liechtensteinischen Aussenministerin Aurelia Frick.

"Im Bereich der Schengen-Zusammenarbeit wollen wir nach den Erfahrungen der letzten Jahre unser gegenseitiges Vertretungsnetzwerk weiter ausbauen", sagte Spindelegger.

Calmy-Rey hatte ihre beiden Kollegen am Montag zu einem Treffen auf dem Landgut Lohn in Kehrsatz bei Bern eingeladen. Im Zentrum des Dreiertreffens hätten internationale Fragen von gemeinsamem Interesse gestanden, teilte das Eidg. Departement des Äusseren (EDA) mit.

Pflege der nachbarschaftlichen Beziehungen

Diese Treffen finden laut EDA in unregelmässigen Abständen statt; sie dienten der Pflege der nachbarschaftlichen Beziehungen. Gute nachbarschaftliche Beziehungen seien wichtig, sagte auch Spindelegger. Dies hätten die jüngsten Krisen zuletzt deutlich vor Augen geführt.

In Krisensituationen sei eine enge und rasche Zusammenarbeit der Vertretungen vor Ort unersetzlich, hielt das österreichische Aussenministerium fest und verwies auf gemeinsame Bemühungen zur Evakuierung von Staatsbürgern aus Notsituationen - wie zuletzt in Nordafrika - oder auch gemeinsam durchgeführte radiologische Messungen nach den Ereignissen im japanischen Fukushima.

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