Sowohl Leuthard als auch Atta Mills, der zu einem offiziellen Besuch in der Schweiz weilt, betonten die "tiefe Freundschaft" welche die beiden Länder seit vielen Jahren auszeichne. Atta Mills bedankte sich bei Leuthard für den warmen Empfang seiner Delegation.

Die Schweiz habe viel zur Entwicklung von Ghana beigetragen, bedankte sich Atta Mills weiter. Ghana ist seit 2002 eines der Schwerpunktländer der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz.

Im Zentrum der Gespräche standen neben der Würdigung der bilateralen Beziehungen und der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit auch die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen der beiden Länder.

So sagte Leuthard, sie habe mit Atta Mills auch Gespräche über eine mögliche Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit gesprochen. Beide seien sich einig, dass die Handelsbeziehungen diversifiziert werden sollten.

Die Schweiz importiere heute 54 Prozent ihrer Kakaobohnen-Nachfrage aus Ghana, sagte Leuthard. Kakaobohnen würden ein wichtiger Pfeiler der Handelsbeziehungen bleiben. Doch möchte die Schweiz auch andere Produkte aus Ghana importieren. Auch der Export nach Ghana solle ausgebaut werden. Die Schweiz exportiert vor allem Maschinen und Pharmazeutika.

Zwei Abkommen unterzeichnet

Anlässlich des Treffens unterzeichneten die beiden Länder zudem zwei Abkommen. Eine Vereinbarung über den Luftlinienverkehr ersetzt das bisher gültige Abkommen aus dem Jahr 1961. Die Luftfahrt sei eine wichtige Stütze, um den bilateralen Handel zu fördern, sagte Leuthard.

Unterzeichnet wurde zudem ein Abkommen für ein Projekt zur nachhaltigen staatlichen Beschaffung in Ghana.