Südsudan

Schweiz spricht 4,5 Millionen Franken für den Südsudan

Südsudans Aussenminister Barnaba Marial Benjamin spricht mit Brende

Südsudans Aussenminister Barnaba Marial Benjamin spricht mit Brende

Die Schweiz hat an der Geberkonferenz in Oslo 4,5 Mio. Franken für die Opfer der Krise im Südsudan gesprochen. Damit beläuft sich die Schweizer Hilfe in diesem Jahr auf 18 Mio. Franken. Insgesamt sprach die internationale Gemeinschaft an der Konferenz über 600 Mio. Dollar.

Das Geld wird gebraucht, um eine Hungersnot im Bürgerkriegsland abzuwenden: Wegen der Gewalt haben Millionen Menschen ihre Felder verlassen und können nun nicht säen. Derzeit sind etwa ein Drittel der Bevölkerung von Hunger bedroht.

Laut dem norwegischen Aussenminister Börge Brende entspricht die Summe von 600 Mio. Dollar praktisch einer Verdoppelung der bislang zur Verfügung stehenden Mittel. Nach Schätzungen der UNO werden für die Menschen im Südsudan in diesem Jahr insgesamt aber 1,8 Mrd. Dollar benötigt.

"Insgesamt sind heute über 4,9 Millionen Menschen - rund die Hälfte der südsudanesischen Bevölkerung - von der humanitären Hilfe abhängig", teilte das EDA am Dienstag mit. Bereits Anfang Jahr hatte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) über 13 Mio. Franken für die notleidende Bevölkerung bereitgestellt.

Mit dem Geld werden gemäss EDA in erster Linie die multilateralen Organisationen wie das IKRK, das UNO-Welternährungsprogramm und das UNO-Flüchtlingshochkommissariat unterstützt. Auch Nichtregierungsorganisationen wie Médecins sans frontières und Medair erhalten Mittel aus der Schweiz.

Schweizer Experten im Südsudan

Neben den finanziellen stellt die Schweiz auch personelle Ressourcen zur Verfügung. So hat etwa das Schweizerische Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) während der letzten sechs Monate den UNO-Organisationen vor Ort fünf Fachleute zur Verfügung gestellt. Das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) stellt der UNO-Mission für den Südsudan (UNMISS) mehrere Stabsoffiziere sowie Fachleute für humanitäre Minenräumung zur Verfügung.

Die DEZA führt gleichzeitig ihre Projekte fort, die sie zwischen 2011 und 2012 im Bereich Ernährungssicherheit und Zugang zu Wasser lanciert hatte. Und die Abteilung Menschliche Sicherheit des EDA unterstützt die Friedensverhandlungen, die unter der Federführung der Zwischenstaatlichen Behörde für Entwicklung (IGAD) in Addis Abeba geführt werden.

An der Geberkonferenz, die unter der Federführung der UNO am 19. und 20. Mai 2014 in Oslo stattfand, nahmen rund vierzig Geberländer teil.

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