EU
Schweiz soll für arbeitslose Grenzgänger der Europäischen Union zahlen

Neue Pläne der Europäischen Union könnten in der Schweizer Arbeitslosenversicherung einen Kostenschub von mehreren hundert Millionen Franken auslösen.

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Die vielen Grenzgänger könnten die Schweiz teuer zu stehen kommen.

Die vielen Grenzgänger könnten die Schweiz teuer zu stehen kommen.

Samuel Buchmann

Es geht um Entschädigungen für Grenzgänger, bei denen die EU europaweit einen Systemwechsel anstrebt: Neu sollen Grenzgänger, die ihre Stelle verlieren, dort ­Arbeitslosengeld erhalten, wo sie das letzte Jahr gearbeitet haben. Das berichtet die "NZZ am Sonntag".

Derzeit ist dafür hauptsächlich ihr Heimatstaat zuständig. Der Vorschlag, den die EU-Kommission diese Woche vorgestellt hat, würde die Schweiz mit zurzeit über 314 '000 Grenzgängern stark tangieren. Heute profitiert sie davon, dass diese Grenzgänger zwar in der Schweiz Beiträge zahlen, im Falle eines Stellenverlusts aber die Heimatstaaten einen Grossteil der Kosten tragen. Derzeit muss die Schweiz für maximal fünf Monate ohne Arbeit aufkommen.

Mit den neuen Regeln würde ihre Belastung stark steigen: Sie müsste in vielen Fällen länger zahlen als heute und zudem die Schweizer Ansätze ausrichten, die höher sind als jene vieler anderer Staaten. Damit würde die Schweiz nochmals attraktiver für Grenzgänger.