Brand in Moria

Schweiz liefert 1,2 Tonnen Hilfsgüter und will 20 unbegleitete Minderjährige aufnehmen

Gefüllter Bundesratsjet: Schweiz schickt 1.2 Tonnen Hilfsgüter nach Lesbos

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Nach dem verheerenden Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos hat die Schweiz Griechenland unverzüglich Hilfe angeboten. So schickte der Bundesrat am Freitag über eine Tonne Hilfsgüter nach Lesbos - darunter Schlafsäcke, Wasserkanister oder Küchenutensilien. Zudem will die Schweiz rund 20 minderjährige Flüchtlinge aufnehmen.

Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria liefert der Bund Hilfsgüter nach Griechenland. Die Schweiz hat zudem die Aufnahme von 20 unbegleiteten Minderjährigen in Aussicht gestellt.

(dpo) Die Schweiz zeigt sich nach dem verheerenden Grossbrand im Flüchtlingslager Moria über die Entwicklung auf der Insel Lesbos «besorgt», wie es in einer Mitteilung vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Freitag heisst. Der Bund verfolge die Situation laufend und stehe in engem Kontakt sowohl mit Griechenland als auch der EU. Dabei stehe derzeit vor allem die humanitäre Hilfe vor Ort im Vordergrund.

Demnach wird laut Mitteilung das EDA rund eine Tonne Hilfsmaterial nach Griechenland liefern. Ein Flugzeug mit Schlafsäcken, Schlafmatten, Wasserkanistern und anderen Hilfsgütern an Bord soll am Freitagnachmittag nach Athen abfliegen. Zudem hat das Aussendepartement gemäss eigenen Angaben bis zu einer Million Franken für die humanitäre Hilfe bereitgestellt.

Bilder des Brands im Flüchtlingslager von Moria:

Bund erteilt Absage an aufnahmewillige Städte

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) habe wiederum die Aufnahme von 20 unbegleiteten Minderjährigen in Aussicht gestellt. Damit reagierte das SEM gemäss Mitteilung auf eine informelle Anfrage aus Deutschland, das den EU-Rat präsidiert.

Die Stadt Zürich hat zuvor den Bund dazu aufgefordert, eine nationale Konferenz einzuberufen und die Direktaufnahme der geflüchteten Menschen konkret umzusetzen. Ausserdem haben sich mehrere Städte bereit erklärt, zusätzliche Geflüchtete aufzunehmen.

Doch Justizministerin Karin Keller-Sutter erteilte den Städten eine Absage. «Es ist nicht möglich, dass die Städte direkt Personen aufnehmen können», sagte sie gegenüber der SRF-«Tagesschau» am Donnerstag. Dafür gebe es keine rechtliche Grundlage, denn im Asylverfahren kämen die Personen über den Bund in die Schweiz.

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