Rangliste

Schweiz landet bei der Gleichberechtigung von LGBTI-Personen nur im Mittelfeld

Die Schweiz platziert sich hinter Ländern wie Griechenland, Kroatien und Slowenien.

Die Schweiz platziert sich hinter Ländern wie Griechenland, Kroatien und Slowenien.

Auf der Rangliste der europäischen LGBTI-Organisation IGLA Europe landet die Schweiz auf dem 23. Rang, was Gleichberechtigung und LGBTI-Rechte betrifft. Es fehlt unter anderem die Ehe für alle und ein einfacheres Verfahren für die Änderung des amtlichen Geschlechts.

(agl) Obwohl die Schweiz verglichen mit dem letzten Jahr vier Plätze gut gemacht hat, erfüllt sie auch dieses Jahr nur 38 Prozent der Kriterien bezüglich der Gleichberechtigung und Rechte von LGBTI-Personen, die für das Ranking angewendet werden. Am besten von allen 49 Ländern schneiden Malta (89 Prozent), Belgien (73 Prozent) und Luxemburg (73 Prozent) ab.

«Das Ergebnis ist immer noch miserabel für ein Land, das vorgibt, sich auch unseren Menschenrechten verpflichtet zu fühlen», lässt sich Alecs Recher, Rechtsberater vom Transgender Network Switzerland, in einer Medienmitteilung der Schweizer LGBTI-Verbände zitieren.

Trans und intergeschlechtliche Menschen sollen möglichst bald ein einfacheres Verfahren erhalten, um ihr amtliches Geschlecht zu ändern, fordern die Organisationen. Ebenfalls ziehe die fehlende Öffnung der Ehe für alle und fehlende Massnahmen zum Schutz vor Diskriminierung und LGBTI-feindlichen Angriffen die Schweiz im Ranking nach unten.

Die IGLA empfiehlt der Schweiz zudem, geschlechtsverändernde Operationen an minderjährigen intergeschlechtlichen Personen ohne deren Zustimmung zu verbieten, solange sie nicht medizinisch notwendig sind. Solche Eingriffe sollen verschoben werden, bis die Person selbst eine begründete Entscheidung fällen kann.

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