Cleantech

Schweiz ist in Sachen Cleantech besser als ausgewiesen

Solarenergie als Beispiel für Cleantech (Symbolbild, Archiv)

Der Wirtschaftsverband swisscleantech hat den am Wochenende veröffentlichten Ländervergleich zur Innovationskraft in Sachen Cleantech kritisiert: Die Schweiz stehe besser da als in der Studie ausgewiesen.

Cleantech sei mehr als die Finanzierung von Jungunternehmen, die umweltfreundliche Technologien entwickeln, hielt der Wirtschaftsverband swisscleantech am Montag fest. In der Schweiz werde Cleantech breiter definiert, und zwar als energieeffizientes und ressourcenarmes Wirtschaften in allen Branchen.

Im Ländervergleich «Cleantech Global Innovation Index 2012» der internationalen Beratungsfirma Cleantech Group und des WWF erreicht die Schweiz Rang 15. An der Spitze steht Dänemark. Dahinter folgen Israel, Schweden, Finnland, die USA und Deutschland. Auch Indien und China liegen noch vor der Schweiz.

«Eine Bäckerei mit einem energieeffizienten Produktionsbetrieb ist aber genauso Cleantech wie ein Wasserkraftwerk oder ein Finanzinstitut, das auf nachhaltige Geldanlagen setzt», schreibt swisscleantech. In der Schweiz werde gerade in der kleinteiligen KMU- Wirtschaft sehr viel Entwicklungsarbeit geleistet.

In zwei Punkten gibt der Wirtschaftsverband swisscleantech der Studie allerdings recht: In der Schweiz müsse in den Bereichen Risikokapital und politische Rahmenbedingungen mehr gemacht werden. Ein starker Heimmarkt stimuliere die Innovation für nachhaltiges Wirtschaften.

Der Wirtschaftsverband swisscleantech steht nach eigenen Angaben für eine nachhaltige und liberale Wirtschaftsordnung ein. Der Verband will, dass Cleantech als zentraler Erfolgsfaktor der Schweizer Wirtschaft erkannt und systematisch gefördert wird. swisscleantech hat knapp 300 Mitglieder. (sda)

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