Grippewelle 2009

Schweiz hat eher starken Grippewinter durchgemacht

Grippe macht müde (Archiv)

Grippe macht müde (Archiv)

Die Schweiz hat einen im Vergleich zu den Vorjahren mittleren bis starken Grippewinter 2008/2009 erlebt. Dies ergab eine Auswertung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Während elf Wochen erreichte die saisonale Grippe von Januar bis Mitte März Epidemiestärke.

Der diesjährige Impfstoff habe das auftretende Virus des Typs A gut abgedeckt, stellte das BAG in seiner Bilanz zur Grippewelle fest. Erst im zweiten Teil der Grippewelle sei ein Virustyp häufiger aufgetreten, den die Impfung nicht abdeckte.

Empfohlen wird eine Impfung vor allem für Personen über 65 Jahre. Praktisch unverändert zum Vorjahr lieferten die Impfhersteller für die Schweiz für den letzte Grippewinter rund 1,24 Mio. Dosen ab. Nach einer Umfrage aus dem Jahr 2006 impfen sich rund 60 Prozent der über 65-Jährigen.

Wegen der Grippe kam es zu rund 210'000 Arztbesuchen. Dieser hohe Wert sei auch damit begründet, dass der häufigste Virussubtyp A/H3N2 starke Symptome auslöst, stellte das BAG fest. Zwischen Anfang Jahr und Mitte März überschritten die Arztbesuche den Schwellenwert für eine Grippe-Epidemie.

Bei Kleinkindern bis 4 Jahren war die Häufigkeit der Grippe am höchsten. Die meisten Fälle betrafen mit zwei Dritteln die Altersklasse der 15- bis 65-Jährigen. Die über 65-Jährigen zeigten die niedrigste Häufigkeit, bei ihnen waren aber die Komplikationen am stärksten.

Statistisch könnte die Grippe laut BAG rund 1100 bis zu 1200 Todesfälle bei den über 65-Jährigen verursacht haben. Allerdings lässt sich der Zusammenhang nicht eindeutig feststellen; es könnten jeweils auch andere Ursachen verantwortlich sein.

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