Es sei höchst bedauernswert, dass sexuelle Gewalt als Kriegstaktik immer noch weit verbreitet sei, sagte die stellvertretende Schweizer Botschafterin in New York, Heidi Grau. Frauen und Mädchen seien davon besonders betroffen und stellten den Grossteil der Opfer.

Der Sicherheitsrat müsse die sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten mit gezielten Sanktionen bekämpfen. Auch sollten die Friedensmissionen, die der Rat einsetzt, ein Mandat zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen beinhalten, forderte Grau in einer offenen Debatte vor dem mächtigsten UNO-Gremium.

Der Schutz und die Unterstützung von Frauen und Kindern würde zudem wirksamer, wenn mehr Frauen in den Friedensmissionen eingesetzt würden, sagte Grau. Das weibliche Geschlecht sollte zudem stärker in die Friedensbemühungen eingespannt werden, zum Beispiel als Vermittlerinnen, Vertreterinnen der Konfliktparteien oder der Zivilgesellschaft.

Die Schweiz begrüsse die Einrichtung eines Mechanismus, mit dem der Sicherheitsrat die Massnahmen, die eine Konfliktpartei zum Schutz von Frauen trifft, überprüfen und gegebenenfalls durchsetzen kann.

Das Völkerrecht verpflichte Staaten nicht nur dazu, von Gewalt gegen Frauen abzusehen, sondern auch konkrete Massnahmen zu ergreifen, die sie vor sexuellen Übergriffen zu schützen und Täter zu verfolgen, sagte Grau.