Schwaderloch

Schwaderloch hofft auf (Geld-)Wunder

Glück und Geldsegen: Schwaderloch will mit innovativen Ideen  etwas gegen die leere Gemeindekasse unternehmen.  (AZ archiv)

Säuli

Glück und Geldsegen: Schwaderloch will mit innovativen Ideen etwas gegen die leere Gemeindekasse unternehmen. (AZ archiv)

Die Projektgruppe «Max 120» hat unter der Leitung von Gemeindeammann Rolf Häusler die eingereichten Ideen für Sparmassnahmen der Einwohner und der Projektgruppenmitglieder auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.

Susanne Hörth

Schwaderloch schlägt in Sachen «mehr Geld in der Gemeindekasse» einen nicht ganz alltäglichen Kurs ein. Um mehr Einnahmen zu generieren, hat die Behörde «Max 120» lanciert. Dazu gehört auch ein bereits im Oktober letzten Jahres verschicktes Flugblatt an die Dorfbevölkerung. Diese wurde aufgefordert, Ideen und Vorschläge einzubringen, welche die wenig rosige Finanzlage von Schwaderloch verbessern können.

Die eingegangenen Ideen wurden zwischenzeitlich von der Projektgruppe «Max 120» und Gemeindeammann Rolf Häusler auf ihre Umsetzung geprüft. Der entsprechende Bericht liegt ab heute auf der Gemeindekanzlei zur Einsicht auf.

Behandelte Themen

Nachfolgend einige der Ideen und eine eventuelle Weiterverfolgung dieser. Mittels Standortmarketing sollen die Gewerbeansiedelung und der Einwohnerzuwachs gefördert werden. Ziel ist, die Leute zu motivieren, ihr Land zu verkaufen und aufzuzeigen, wo der marktfähige Preis in Schwaderloch liegt. Ziel ist es, die Leute zu motivieren, ihr Land zu verkaufen. Weiter soll aufgezeigt werden, wo der marktfähige Preis in Schwaderloch liegt. Der Gemeinderat hat sich bereits dazu entschlossen, das Gebiet oberhalb der Fixträger zu erschliessen. Dadurch ist es einfacher, einen Käufer für das Land zu finden.

Als sehr wichtig wird das Marketing eingestuft. Unter anderem soll die Attraktivität von Schwaderloch mit einem Flyer hervorgehoben werden. Nadja Waldmeier und Tom Brügger haben zwischenzeitlich einen entsprechenden Entwurf vorgelegt. Nicht gekürzt wird der Gemeindebeitrag für den Schwimm-
unterricht an der Schule. Auch beim Beitrag für das Skilager bleibt alles gleich. In den letzten Jahren wurde dieser Betrag bereits mehrfach auf heute 100 Franken reduziert. In Sachen Gebührenerhöhung bei der Mehrzweckhalle (Benützung für kommerzielle Zwecke) wird ebenfalls nichts unternommen. Ein Vergleich mit den umliegenden Gemeinden zeigt, dass Schwaderloch mit seinen Gebühren bereits an der oberen Grenze liegt. Keine Kürzung wird bei den Vereinsbeiträgen vorgenommen.

Fusion mit Laufenburg

Auf den 1. Januar schliessen sich die Gemeinden Laufenburg und Sulz zusammen. Bis das neue Gemeindegebilde reibungslos funktioniert, wird es einige Zeit benötigen. Deshalb ist der Gemeinderat von Schwaderloch der Meinung, dass es noch zu früh ist, Gespräche in Richtung eines möglichen Zusammenschlusses mit Laufenburg aufzunehmen. Dies vor allem angesichts dessen, dass Schwaderloch bereits zwei gescheiterte Fusionsverhandlungen (Projekt Zumu und Vision Rhein) hinter sich hat. Im Juni diesen Jahres hat Rolf Häusler bei einem Gespräch mit Laufenburgs Stadtammann Rudolf Lüscher bereits das Interesse von Schwaderloch an einer Fusion mit Laufenburg signalisiert.

Zusammenlegen der Verwaltung

Nicht der Zusammenschluss mit einer anderen Gemeinde, dafür eine Zusammenlegung der Gemeinderverwaltung mit der einer anderen Gemeinde ist ebenfalls ein Thema. Die Verwaltung von Schwaderloch ist von der UTA Treuhand AG, Kleindöttigen einer neutralen Überprüfung unterzogen worden. Zur Verwaltungszusammenlegung empfiehlt das Büro, die Frage zuerst innerhalb der Gemeinde zu klären. Der Gemeinderat wird sich in der nächsten Amtsperiode mit dieser Thematik befassen.

Liebsein nicht immer gefragt

Frech sein gegenüber Regierungsrat und Forderungen stellen lautet ein weiterer Vorschlag. Hartnäckigkeit zahlt sich aus. So konnten dank dieser Strategie bereits einzelne Erfolge verzeichnet werden. Einer davon ist die Zusicherung von zusätzlichen Subventionen von 280 000 Franken an die Sanierung der Hauptstrasse.

Anstrebenswert wäre für Schwaderloch eine Optimierung des Finanzausgleichs. Doch die Berechnung des Finanzausgleiches ist klar geregelt. Die dafür verwendeten Faktoren können praktisch nicht beeinflusst werden. Eine Möglichkeit wäre, den Gemeinde-Bann zu vergrössern. Dies dürfte auch nicht so einfach sein, weiss die Schwaderlocher Behörde.

Gemeinde, die Geld schenkt

«Auf dieses Wunder warten wir natürlich immer. Nachdem nun bekannt ist, dass wir nicht vom Döttinger Fonds profitieren können, werden wir versuchen in den Planungsverband Zurzibiet zu kommen. Dadurch kämen wir auch in den Genuss der Döttinger Gelder», schreibt der Gemeinderat in seinen Unterlagen zu den Sparvorschlägen. Bedauert wird, dass Schwaderloch ganz knapp ausserhalb der möglichen Perimeter für ein allfälliges Endlager liegt. Denn das würde ebenfalls Geld in die Gemeindekasse bringen.

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