Schweiz

Schutz vor radioaktivem Material: Bundesrat lanciert Aktionsplan

Die Anwendungsfelder von radioaktiven Materialien sind breit. Eingesetzt werden diese etwa in der Strahlentherapie.

Die Anwendungsfelder von radioaktiven Materialien sind breit. Eingesetzt werden diese etwa in der Strahlentherapie.

Der Bund will das Risiko vermindern, das von unkontrollierten radioaktiven Materialien ausgehen kann. Deshalb verstärkt er die Kontrolle und die internationale Kooperation.

(rwa) Radioaktive Materialien werden etwa in der Strahlentherapie zur Behandlung von Krebs, bei Sterilisationsprozessen oder bei der Materialprüfung eingesetzt. Sind sie nicht mehr unter Kontrolle, stellen sie eine Gefahr für Mensch und Umwelt dar. Deshalb müsse sichergestellt werden, dass radioaktive Materialien nicht durch Missbrauch oder Fahrlässigkeit ausser Kontrolle geraten, argumentiert der Bundesrat.

Er hat am Mittwoch einen Aktionsplan bis 2025 verabschiedet, mit dem Diebstahl und Sabotage von radioaktivem Material verhindert werden sollen. Betriebe, die damit arbeiten, müssten einen unbefugten Zugriff verhindern, heisst es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Es kommt auch vor, dass radioaktive Materialien fälschlicherweise in die konventionellen Entsorgungsbetriebe gelangen. Ziel des Aktionsplanes ist es daher, Altlasten oder illegal entsorgtes Material aufzuspüren. Nach dem Willen des Bundesrates werden an den Grenzen zudem Kontrollen durchgeführt, um die illegale Ein-, Aus- oder Durchfuhr von radioaktivem Material allenfalls aufzudecken und zu verhindern. Der Aktionsplan fördert ausserdem die internationale Kooperation und einen raschen Informationsaustausch.

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