Schweiz

«Schutz der Stellungspflichtigen»: Armee verschiebt Rekrutierung

Die Armee verzichtet nun auch auf die Rekrutierungsanlässe. Die Einsatzbereitschaft wird gestärkt. (Symbolbild)

Die Armee verzichtet nun auch auf die Rekrutierungsanlässe. Die Einsatzbereitschaft wird gestärkt. (Symbolbild)

Um die Stellungspflichtigen zu schützen, setzt die Schweizer Armee die Rekrutierung für vorläufig drei Wochen aus. Die Lage werde laufend neu beurteilt.

(wap) Mit der Aussetzung der Rekrutierung leiste die Armee einen Beitrag zur Reduktion der Ausbreitung des Coronavirus, meldete die Armee am Freitag. Die Massnahme diene ausserdem dem Schutz der Stellungspflichtigen. Personen, die ab Montag in eines der Rekrutierungszentren der Armee aufgeboten sind, können auf einen neuen Marschbefehl warten. Wann die Rekrutierung wieder aufgenommen wird, ist noch nicht klar. Die Lage werde laufend neu beurteilt, so die Armee.

Bereits letzte Woche hatte die Armee die Aussetzung grösserer Truppenübungen angekündigt. Der Fokus liege nun auf der Erstellung der Einsatzbereitschaft. Am Donnerstag gab sie die Streichung von Wiederholungskursen bekannt. Ebenfalls am Freitag kommunizierte die Armee, dass sie ein Konzept für die Überlastung des Gesundheitssystems und zusammen mit der Schweizer Rettungsflugwacht (Rega) eine Einsatzzentrale eingerichtet hat, über die Intensivpatienten landesweit schnell dorthin verlegt werden können, wo es noch freie Plätze hat.

Am selben Tag hat die Walliser Regierung bekanntgegeben, dass sie Hilfe der Armee angefordert hat, da die Intensivstationen den Zustrom der Patienten nicht mehr lange bewältigen könnten.

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