Luti
Schumacher zieht zurück

Luterbach erhält einen neuen Gemeindepräsidenten. Soviel ist sicher. Denn Hugo Schumacher wird nicht zum zweiten Wahlgang antreten. Sein Nachfolger heisst mit höchster Wahrscheinlichkeit Michael Ochsenbein, da auch Jürg Nussbaumer nicht mehr antritt.

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Ochsi

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Solothurner Zeitung

Gaudenz Oetterli

In einem Email an alle Angestellten der Gemeinde, liess Hugo Schumacher gestern die Bombe platzen. «Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich mich entschieden, nicht mehr für den zweiten Wahlgang der Gemeindepräsidentenwahl anzutreten», schrieb der Luterbacher Noch-Gemeindepräsident. Das weinende Auge betreffe alle Angestellten der Verwaltung. «Ich habe mich gut angenommen gefühlt und die Zusammenarbeit als offen und erspriesslich empfunden.» Er gibt im Email offen zu, dass er das Amt gerne weitergeführt hätte, «weil es mir sehr gut gefiel». Als Begründung für seinen Abgang nennt Schumacher im «Azeiger» die Nicht-Akzeptanz seiner Person durch «das politische Establishment in Luterbach».

Auch Nussbaumer tritt nicht mehr an

Sein Nachfolger steht schon fest. Zumindest beinahe. Michael Ochsenbein (CVP) holte im ersten Wahlgang am meisten Stimmen. 62 mehr als Amtsinhaber Schumacher. Und mit sogar 285 Stimmen Vorsprung auf Jürg Nussbaumer. Letzterer hat sich diese Woche - in Absprache mit dem Vorstand der FdP - ebenfalls dazu entschieden, nicht mehr an einem zweiten Wahlgang teilzunehmen. Trotz oder gerade wegen Schumachers Rücktritt. «Das Hauptziel ist erreicht», erklärte Nussbaumer gestern auf Anfrage.

Eine kleine Möglichkeit gibt es allerdings noch, welche die Wahl von Michael Ochsenbein gefährden könnte. Laut Gemeindegesetz ist es nämlich so, dass sich zwei neue Kandidaten für den zweiten Wahlgang aufstellen lassen könnten. «Das ist so, weil gleich zwei Kandidaten aus dem ersten Wahlgang nicht mehr antreten und somit nur noch einer übrig bleibt. Es können sich aber maximal zwei Neue melden», klärte Gemeindeverwalter Rudolf Bianchi auf. Bis jetzt habe sich aber noch niemand Neues gemeldet.

Pensumreduktion wäre möglich

Erstaunt reagierte der nun letzte Verbleibende aus dem früheren Dreikampf. «Ich habe es aus dem Anzeiger erfahren», sagte Michael Ochsenbein. Den Champagner öffnen mochte er zwar noch nicht, da bis Ende Anmeldefrist am Montag gewartet werden müsse. Der Lehrer verriet aber: «Für das nächste Schuljahr habe ich zwei mögliche Lehrpläne. Einer davon mit einem 50-Prozent-Pensum.»

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