Die Tuberkulose ist laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine durch bakterienhaltige Tröpfchen über die Raumluft übertragbare Krankheit. In der Schweiz gibt es pro Jahr rund 550 Krankheitsfälle, in der Mehrzahl bei Migranten.

Im Wallis werden zwischen zehn bis 15 Tuberkulose-Fälle pro Jahr gezählt. Die Zahl sei stabil respektive über die Jahre gesehen rückläufig, sagte Pierre-Olivier Bridevaux von der Lungenliga Wallis am Freitag zu einem Bericht der Zeitung "Le Nouvelliste".

Die Gesundheitsbehörden haben im Umfeld des Jugendlichen rund 60 Kolleginnen und Kollegen identifiziert, die sich angesteckt haben könnten. Die potenziell betroffenen Jugendlichen werden sich im Spital von Sitten präventiv einem Bluttest unterziehen müssen.

Laut BAG ist eine Ansteckung erst nach zwei Monaten nachweisbar. Die Tuberkulose betrifft in 80 Prozent der Fälle die Lunge, kann aber auch andere Organe befallen. Typische Symptome sind Husten, oft mit Auswurf, Fieber und Gewichtsabnahme. Die Tuberkulose ist mit speziellen Antibiotika über Monate meist gut behandelbar. Ohne Behandlung verläuft sie, nach einer meist längeren Erkrankung, oft tödlich.