Therwil
Schritt für Schritt zum Hochwasserschutz

Der Therwiler Gemeinderat informierte an der Gemeindeversammlung über die Jahresrechnung 2008 und über den Stand des Hochwasserschutzes

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Damm

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Aargauer Zeitung

Tobias Gfeller

Die Traktanden der Therwiler Gemeindeversammlung liessen nicht viel Spannendes erwarten. Der Gemeinderat informierte über die Jahresrechnung 2008 und über den aktuellen Stand der Hochwasserschutzmassnahmen.

Es war eine typische Sommer Gemeindeversammlung. Schönes, warmes Sommerwetter und wenig spektakuläre und umstrittene Themen. Deshalb war es nicht überraschend, dass der Saal nur sehr schlecht besetzt war. Dass nur 40 Einwohner den Weg in die Mehrzweckhalle fanden, überraschte schon ein wenig.

Finanzchef Reto Wolf (FDP) konnte den Interessierten eine positive Jahresrechnung präsentieren: «Wie schon im Vorjahr schliesst auch die Rechnung 2008 mit einem Ertragsüberschuss ab. Bei einem Aufwand von 34,80 Millionen Franken steht ein Ertrag von 34,82 Millionen gegenüber.» Die Selbstfinanzierung betrug gesamthaft 3,5 Millionen Franken. Der Überschuss wurde aber durch ordentliche und ausserordentliche Abschreibungen auf 20 000 vermindert. Der Aufwand hat im Vergleich zum letzten Jahr nur unwesentlich zugenommen. Dies auf Grund des Aufwands für die Sozialhilfe, der um eine halbe Million Franken gesunken ist. Wolf betonte, dass dies eine Momentaufnahme sei, denn jeder wisse, wie es um die Wirtschaft steht. Die Steuereinnahmen schlagen aber auf der Ertragsseite weiterhin sehr positive zu Buche - und das trotz Wirtschaftskrise.

Sofortmassnahmen vollendet

Jedem Therwiler hat das Hochwasser vom August 2007 noch deutlich vor Augen. Sowohl der Birsig wie auch kleinere Bäche sorgten in der Gemeinde für Angst. Dies soll nicht mehr vorkommen, sagte Gemeinderat Gregor Gschwind (CVP). Er informierte über die bisher unternommenen Anstrengungen und über die Pläne des Gemeinderates, bei allfälligen mehrtätigen Regenfällen. «Es ist vieles machbar, aber ob es sinnvoll und bezahlbar ist, ist eine andere Frage.

Das Problem ist, dass der Kanton und der Bund nur bei Grossprojekten der Gemeinde finanziell unter die Arme greifen.» Sofortmassnahmen wurden nach dem Hochwasser rasch durchgeführt. Sei es die Säuberung der Röhre des Dorfbachs oder die Erhöhung einiger Abschnitte des Birsigufers. «Für aufwändigere Projekte gaben wir Studien in Auftrag.

Danach haben wir Arbeitsgruppen gebildet, in denen unsere Nachbarsgemeinde Einsitz erhielten», fuhr Gschwind fort. Die Gruppen sollen sich mit den einzelnen Hot-Spots der Hochwassergefahren beschäftigen. Einen genauen Zeitplan über die Realisierung weiterer Projekte konnte Gschwind jedoch noch nicht nennen.