Trinkwasser
Schöne Erfrischung? Nein, öffentliche Brunnen sind oft mit Fäkalien verseucht

Wer kennt es nicht: Nach einem langen Marsch kommt der öffentliche Trinkbrunnen wie eine kleine Erlösung. Doch Vorsicht: Eigentlich trinken wir da oft verdünnte Kuhfladen. Woran liegt das?

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Öffentliche Brunnen sind Durstlöscher, aber oft auch mit Fäkalien verseucht (Archivbild).

Öffentliche Brunnen sind Durstlöscher, aber oft auch mit Fäkalien verseucht (Archivbild).

Sibylle Haltiner

Öffentliche Brunnen sind eine willkommene Quelle der Erfrischung. Doch die Wasserqualität ist in vielen Kantonen bedenklich. Das zeigen Tests der Lebensmittelämter, die "SonntagsBlick" vorliegen. Am grössten ist das Problem im Kanton Graubünden: Neun der 29 überprüften Brunnen mussten beanstandet werden, weil Fäkalbakterien gefunden wurden. Ein Brunnen wurde als gesundheitsgefährdend eingestuft. «Tiermist kann mit dem Regen ins Wasser gelangen», erklärt Kantonschemiker Matthias Beckmann (45) im SonntagsBlick. Das ist ein Gesundheitsrisiko. Und es sei «natürlich eklig. Schliesslich will niemand verdünnte Kuhfladen trinken.»

Auch im Kanton Genf entsprachen 14 Prozent der beprobten Brunnen nicht den Vorschriften. Und im Wallis fanden Prüfer in 34 Brunnen E.-coli-Bakterien und Enterokokken. Im Kanton Baselland mussten die Behörden gar zwei Brunnen beanstanden, in denen das Wasser radioaktiv verseucht war.

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