Online-Umfrage
Schneider-Ammann würde vom Volk nicht mehr gewählt

Ginge es nach den Befragten einer Online-Erhebung des Polit-Portals Vimentis, würde Bundesrat Johann Schneider-Ammann nicht mehr in den Bundesrat gewählt. Der beliebteste Magistrat ist Didier Burkhalter.

Drucken
Teilen
Umfrageergebnis spricht gegen Wirtschaftsminister Johann Schneider Ammann.

Umfrageergebnis spricht gegen Wirtschaftsminister Johann Schneider Ammann.

KEYSTONE

Bei der Umsetzung der SVP-Zuwanderungsinitiative würde gemäss einer Online-Umfrage eine relative Mehrheit der Kündigung der Bilateralen Verträge den Vorzug geben gegenüber einer Einschränkung der Zuwanderung. Die Vimentis-Umfrage steht damit im Widerspruch zu anderen kürzlich veröffentlichten Umfragen.

45 Prozent würden der Aufgabe der Bilateralen Verträge den Vorzug geben. Nur 41 Prozent der Befragten haben die Bilateralen Verträge höher gewichtet als eine Einwanderungsbeschränkung, wie aus der am Montag veröffentlichten Vimentis-Umfrage hervorgeht. 14 Prozent der Befragten waren noch unentschlossen.

Schneider-Ammann auf Rang zwölf

Bundesrat Johann Schneider-Ammann (FDP) würde als einziger des aktuellen Bundesrats gemäss der Umfrage nicht mehr gewählt. Er wurde von den Befragten lediglich auf Rang zwölf gesetzt.

Dennoch würde die FDP zwei Bundesräte behalten: Auf dem siebten Rang landete die St. Galler FDP-Politikerin Karin Keller-Sutter. Am meisten Stimmen erhielt Bundesrat Didier Burkhalter.

53 Prozent für weniger Steuerwettbewerb

Weitere Themen der Umfrage waren auch der kantonale Steuerwettbewerb sowie die Bildungspolitik. 54 Prozent der Befragten gaben an, dass der interkantonale Steuerwettbewerb negative Auswirkungen habe. 53 Prozent würden es begrüssen, wenn der Steuerwettbewerb eingeschränkt würde, indem Mindest- und Maximalsteuersätze für die Kantone eingeführt würden.

Im Bildungsbereich sprach sich eine Mehrheit von 54 Prozent dafür aus, dass bereits auf Primarstufe zwei Fremdsprachen unterrichtet werden. 57 Prozent sprachen sich für ein andere Landessprache als erste Fremdsprache aus und nur 41 Prozent für Englisch. Allerdings gab es von Kanton zu Kanton sehr grosse Unterschiede.

Bei der Vimentis-Umfrage handelt es sich um eine Online-Umfrage bei 20'173 Teilnehmenden, die vom 1. Oktober bis zum 14. Dezember 2014 durchgeführt wurde.

Mehrheitlich unzufrieden mit Politik

Wie bei Umfragen in früheren Jahren sind in der Schweiz mehr Personen mit der Politik unzufrieden als zufrieden. Insgesamt hätten sich 48 Prozent der Bevölkerung in der Vimentis-Umfrage mit der Politik nicht oder eher nicht zufrieden gezeigt. Zufriedenheit geäussert hätten 43 Prozent. Der Vergleich zu den letzten Jahren zeige, dass sich das Bild der Schweizer Politik in der Bevölkerung langsam verbessere.

Den grössten politischen Handlungsbedarf sieht die Bevölkerung gemäss der Umfrage im Bereich der Ausländer- und Asylpolitik mit 35 Prozent. Weitere Nennungen waren die Beziehungen zur EU mit elf Prozent und die ungleiche Einkommensverteilung mit acht Prozent.

Aktuelle Nachrichten