Bundesrat Johann Schneider-Ammann warnt in der Zeitung „Schweiz am Sonntag" eindringlich vor einer Annahme der 1:12-Initiative. «Heute kommen Investoren in unser Land, weil unsere Rahmenbedingungen deutlich besser sind als in anderen Ländern. Möglich, dass diese dann nicht mehr in der Schweiz investieren würden», sagt der Bundesrat.

«Das macht mir am meisten Angst. Mit der Annahme von 1:12 senden wir ein Signal in die Welt, dass die Schweiz auf dem besten Weg ist, Staatslöhne zu verordnen. Weshalb soll ein Unternehmer noch in diese Schweiz kommen?»

Der Wirtschaftsminister ist überzeugt, dass Grosskonzerne viele Jobs abbauen würden, und sagt zur „Schweiz am Sonntag": „Sie würden Geschäftsfelder und Stellen ins Ausland verlagern. Wir brauchen diese grossen Unternehmen hier in der Schweiz. Dabei geht es auch um die kleineren und mittleren Unternehmen, die als Zulieferer an dieser Kette hängen. Vom globalen Player bis zum Bäcker, der das Znüni bringt. Wenn Unternehmen aus dieser Kette fallen, fehlen die Aufträge, was letztlich zu Verlust von Arbeitsplätzen führen kann."