Gemeindeversammlung
Schluss mit Wasser-Pauschalen

In Würenlingen wird – mit oder ohne Wasseruhren – mit Gebührenerhöhung gerechnet.

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Wasseruhr

Wasseruhr

Aargauer Zeitung

Würenlingen ist die letzte Gemeinde im Aargau, die bei Wohnbauten den Wasserverbrauch mit Pauschalen in Rechnung stellt. Nur bei den Industrie-, Gewerbe- und Landwirtschaftsbetrieben wird der Wasserverbrauch gemessen und verbrauchsabhängig berechnet. An der Gemeindeversammlung vom Freitag, 26. Juni, steht ein Planungskredit von 20 000 Franken für die Einführung von Wasseruhren zur Diskussion. «Durch den Einbau von Wasseruhren wird eine faire, verbrauchsabhängige Verrechnung erreicht», hält der Gemeinderat fest.

Markanter Rückgang erwartet

«Die finanziellen Reserven der Wasserversorgung Würenlingen sind zurzeit gut», schreibt der Gemeinderat. In Zukunft müsse jedoch - mit oder ohne Wasseruhren - mit einer Gebührenerhöhung gerechnet werden. Als Gründe führt der Gemeinderat die höheren Abgaben für die Grundwassernutzung an den Kanton, den Rückgang der Anschlussgebühren speziell bei Industriebauten oder die kommenden Investitionen an.

Nach dem Einbau von Wasseruhren sei mit einem markanten Rückgang des Wasserverbrauchs zu rechnen. Der Preis pro Kubikmeter Wasser werde sich zwar erhöhen, aber: «Je nach Verbrauchsverhalten des einzelnen Konsumenten hat dies nicht unbedingt eine Erhöhung seiner Wasserrechnung zur Folge.» Eine Grobkostenschätzung für die Installation von Wasseruhren hat laut Gemeinderat eine Summe von 1 bis 1,4 Mio. Franken ergeben. Mit dem Projektierungskredit sollen die Details sowie die genauen Kosten erhoben werden.

Von der Kreuzung zum Kreisel

Im Weiteren entscheiden die Stimmberechtigten über die Rechnung 2008, Kreditabrechnungen, Einbürgerungen, das überarbeitete Fernwärmereglement, das Entsorgungsreglement, ein Projektierungskredit von 40 000 Franken für den Umbau des Stufenpumpwerks «auf Berg» sowie die Gemeinderatsbesoldung für die Amtsperiode 2010-2013.

Besser als erwartet

Das Ergebnis der Rechnung 2008 übertrifft gemäss Gemeinderat Würenlingen die Budgeterwartungen. Die Eigenfinanzierungsquote beträgt 2,391 Mio. Franken und ist um 1,429 Mio. Franken höher als im Voranschlag. «Das Resultat ist teilweise durch einmalige Faktoren beeinflusst und profitiert bei den Steuererträgen von guten Auswirkungen aus vergangenen Jahren», führt der Gemeinderat aus. Aber: So erfreulich das Ergebnis sei, die Höhe der Vorjahre sei nicht mehr erreicht worden. (az)

Ein happiger Brocken ist der Gemeindeanteil von 1,42 Mio. Franken für den Bau des Kreiselknotens «Kreuzboden» sowie der Kredit von 507 500 Franken für die Verlegung der Kreuzbodenstrasse. Gemäss Gemeinderat ist durch das grosse Verkehrsaufkommen die Leistungsfähigkeit des Knotens heute ungenügend. Der Umbau des Knotens in einen Kreisel bringe mehrere Verbesserungen.

Einerseits werde die Ausfahrt von der Kreuzbodenstrasse in die Siggenthalerstrasse erleichtert. Andererseits ermögliche ein Kreisel zusätzliche Fussgängerquerungen sowie ein tiefes Geschwindigkeitsniveau. Für den Bau eines Kreisels mit einem Durchmesser von 28 Metern muss die Kreuzbodenstrasse und die Siggenthalerstrasse verlegt werden. Wegen der hohen Verkehrsbelas-tung und des grossen Lastwagenanteils ist eine Ausführung in Beton vorgesehen. Die Kreuzbodenstrasse wird mit einer Breite von 7 Metern vom neuen Kreisel zur Industriestrasse geführt. (mhu)

Gemeindeversammlung am Freitag, 26. Juni, 20 Uhr, Mehrzweckhalle Weissenstein, Würenlingen.