Schlieren präsentiert sein neues Dach
Schlieren präsentiert sein neues Dach

Das Dachmodell «Flügel» soll auf Schlierens neuem Stadtplatz zum Identifikationssymbol werden. Am Donnerstag stellte die Stadt das unter Mitwirkung der Bevölkerung entstandene Konzept einem breiteren Publikum vor. 2011 soll es zur Abstimmung kommen.

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Limmattaler Zeitung

Wie kommt das Konzept für den neuen Stadtplatz mit dem modernen Dach bei der breiten Bevölkerung an? Diese Frage stand bei der gestrigen Präsentation des Konzeptes für den neuen Schlieremer Stadtplatz im Raum. In einem dreiteiligen Workshop hatten rund 40 Personen an der Gestaltung des neuen Verkehrsangelpunktes im Schlieremer Zentrum mitgearbeitet.

«Wir wollen einen Stadtplatz für die Bevölkerung bauen und nicht für den Stadtrat. Aus diesem Grund sollen diejenigen, die das Projekt bezahlen müssen auch mitbestimmen können, wie der Platz aussehen soll», erklärte Bauvorstand Jean-Claude Perrin die Motivation zu dieser Form der Mitwirkung. Gestern Abend wurde das Resultat dieser Diskussionen - das Modell «Flügel» - erstmals der breiten Bevölkerung präsentiert.

Siegerkonzept «Flügel»

In der letzten Workshopsitzung standen vier Varianten von Dächern zur Debatte, die sowohl Beschattung und Witterungsschutz bieten, als auch den gewünschten «Wow-Effekt» hervorrufen sollen. Die Teilnehmenden hatten sich schon in der ersten Zusammenkunft darauf geeinigt, dass der Stadtplatz auch ein Identifikationsmerkmal für Schlieren enthalten solle, was vorerst unter dem Stichwort «Wow-Effekt» zusammengefasst wurde. Bald war man sich einig, dass dieser Effekt durch eine Bedachung ausgelöst werden soll. Das Siegerkonzept «Flügel» ist eine moderne und leichte Konstruktion mit seitlich abgeknicktem Dach. Die Fahrleitungen des öffentlichen Verkehrs führen unter dem Dach hindurch.

«Flügel» machte das Rennen gegenüber den Modellen «Spange», das zu stark an die Siebziger-Jahre erinnerte, und gegen das Modell «Pilze», das mit seinen skulpturalen Elementen für zu wenig funktional befunden wurde. Zum Schluss siegte «Flügel» auch gegen das Modell «Käfer», das ein besonders grossflächiges Dach geboten hätte. «An den ‹Flügel› muss man sich zuerst etwas gewöhnen, dann schätzt man aber seine Qualitäten», bilanzierte Stadtingenieur Manuel Peer das Resultat.

«Der Stadtplatz ist im Gegensatz zum Kulturplatz eine Verkehrsinsel», fasste Perrin dessen Funktion zusammen. Er werde als Umsteigeplatz für die öffentlichen Verkehrsmittel dienen. Künftig wird dort auch die Limmattalbahn ihre Haltestelle haben. Aber schon vorher wird der Platz als Umsteigeort für die Busse dienen. Perrin hob das revolutionäre Moment der Stadtplatzplanung nochmals hervor: Die Verlegung des motorisierten Verkehrs. In einer ersten Phase wird der Kanton einen grossen Kreisel bauen. Ein Grundsatzentscheid ist bereits gefallen, noch sei aber ein Regierungsratsentscheid ausstehend. Der Verkehr wird zuerst über die Ringstrasse fliessen. Die Zürcherstrasse wird vom Lilienzentrum bis zum Ortsmuseum gesperrt. Das Fernziel ist aber die Verlegung der Zürcher-/Badenerstrasse auf die Bernstrasse.

Durch diese Verlegung ergibt sich die Möglichkeit eines grosszügigen Stadtparks - dem Kulturplatz. Von der Grösse her seien die beiden Plätze vergleichbar mit dem Zürcher Bellevue (Stadtplatz), respektive der Sechseläuten-Wiese (Kulturplatz), erklärt Jean-Claude Perrin die Dimensionen von Schlierens neuer Mitte.