Schlieren
«Schlieren braucht eine Jugendarbeit»

Im Parlament war die definitive Einführung der Jugendarbeit unbestritten. Am 17. Mai wird an der Urne entschieden.

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Limmattaler Zeitung

Daniel von Känel

Im August läuft die fünfjährige Versuchsphase aus: Die Jugendarbeit soll definitiv eingeführt werden - auf der Grundlage des neuen Arbeitskonzeptes, welches auf den Erfahrungen aus der Versuchsphase resultierte.

«Ich bin überzeugt, dass Schlieren eine Jugendarbeit braucht», sagt Stadträtin Bea Krebs (FDP). Von den Parteien habe sie ebenfalls ein gutes Echo in Bezug auf das vorliegende Arbeitskonzept erhalten. Die Aufgabe der Jugendarbeit soll jetzt fest installiert werden. Es sei an der Zeit, dass man die Projektphase verlasse und die Jugendarbeit mit einer Perspektive in Angriff nehme. «Mit dem Arbeitskonzept sind wir auf dem richtigen Weg», sagt sie. Es sei aus den Erfahrungen der Versuchsphase heraus entstanden. Zudem, fügt Krebs an, wolle man dem Leitbild der Stadt Schlieren gerecht werden, wonach den Anliegen der Jugend besondere Beachtung geschenkt werden soll.

Weiterhin ein Fachstellenleiter

Prävention in den Bereichen Sucht, Gesundheit und Gewalt, Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie Partizipation im Sinne der Eigeninitiative - dies sind die Ziele, auf die die Jugendarbeit ausgerichtet sein soll. Für den Betrieb der Fachstelle wird mit jährlich wiederkehrenden Kosten von 350 000 Franken gerechnet. Dabei fallen 230 000 Franken für die Lohnkosten mit Festanstellungen und befristete Engagements für Projekte an. 35 000 Franken beträgt die Miete der Fachstelle. Für Projekte und Dienstleistungen ist derselbe Betrag vorgesehen. Ein Betrag von 50 000 Franken ist für die Miete zusätzlicher Räume nach Bedarf budgetiert.

Betreffend Organisation sieht das Arbeitspapier vor, dass die Fachstelle nach wie vor über einen Fachstellenleiter verfügt, der aber gleichzeitig Jugendbeauftragter ist. Er ist der Abteilungsleitung Bildung und Jugend unterstellt und verantwortlich für die Umsetzung des Konzeptes. Der Stellenleiter leitet die Fachstelle Jugend fachlich und personell. Er vertritt sie in der Jugendkommission der Stadt Schlieren und ist für die strategische und konzeptionelle Weiterentwicklung der Jugendarbeit und Jugendpolitik in Zusammenarbeit mit der Abteilung Bildung und Jugend, der Jugendkommission und den politischen Organen verantwortlich.

«Ein wichtiger Baustein»

«Der Stadtrat ist überzeugt, mit einer nachhaltigen Jugendarbeit, basierend auf dem neuen Arbeitskonzept, einen wichtigen Baustein zur künftigen Entwicklung von Schlieren zu legen», heisst es in den Abstimmungsunterlagen. Das Schlieremer Parlament hatte die definitive Einführung der Jugendarbeit Anfang März ohne Gegenstimme genehmigt. Am 17. Mai entscheidet das Stimmvolk.

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