Schicker Sportwagen für den Chef

Zwei Angeklagte sollen die Aarauer Druckerei Seriplakat regelrecht ausgenommen haben: Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen mehrfache ungetreue Geschäftsführung, Veruntreuung und Urkundenfälschung vor.

Neben hohen Löhnen - die beiden Angeklagten verdienten weit über 100 000 Franken - liessen sie sich auf Kosten der Firma diverse Autos finanzieren. Unter anderem einen Porsche 911 Carrera, einen Chrysler Vyper oder einen Mercedes SLK. Die Fahrzeuge wurden über die Firma geleast, später günstig herausgelöst und dann wieder teuer verkauft. Die Gewinne strichen die beiden Angeklagten ein.

Nicht genug: Unter dem Vorwand, ihr Haus - beziehungsweise ihre Wohnung - werde als Büro benutzt, bezahlten sie die eigene Miete aus der Geschäftskasse. Gearbeitet wurde bei ihnen zu Hause aber nie.

Schliesslich bedachten sie ein früheres Geschäft für Unterhaltungselektronik grosszügig mit mehreren Krediten. Davon hat die Seriplakat AG keinen Rappen mehr gesehen.

Urteil fällt in einigen Wochen

Das Urteil gegen B. und L. wird erst in einigen Wochen fallen, da die Verteidigerin nach der Verhandlung am Mittwoch noch Einsicht in die Konkursakten erhält.

Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von 18 bzw. 10 Monaten bedingt, eine Busse in der Höhe von 8000 sowie 5000 Franken und die Beschlagnahme der sichergestellten Vermögenswerte der beiden Angeklagten.

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