Es war nicht Frau Holle, sondern Scarlett: Das Tief hat dafür gesorgt, dass praktisch die ganze Schweiz mit einer dicken Schneedecke überzogen ist. Dem privaten Wetterdienst Meteomedia zufolge lag am Samstagmorgen zwischen dem Genfer- und dem Bodensee verbreitet eine Schneedecke von 5 bis 10 Zentimetern.

Einen Rekord verzeichnet Zürich: Dort lag mit 13 Zentimetern so viel Schnee wie seit 1986 nicht mehr. Am stärksten schneite es allerdings in der Nordschweiz - vor allem im Baselbiet -, wo stellenweise über 20 Zentimeter Neuschnee fielen. Grün blieb es einzig im Zentralwallis, im Churer Rheintal sowie im Mittel- und Südtessin.

Der Schnee dürfte sich nicht allzu schnell in grauen Matsch verwandeln, denn es bleibt kalt. Wie MeteoNews mitteilte, bringt die Polarluft zwei eisig kalte Nächte mit Temperaturen unter -10 Grad im Flachland. In Alpentälern wie im Oberengadin sind Werte unter -20 Grad möglich.

20-Jähriger überlebt Sturz

Die Schattenseite der Bilderbuch-Schweiz zeigte sich auf den Strassen. Schnee und Schichten von Schneematsch führten vielerorts zu Unfällen mit Verletzten und viel Blechschaden.

In Syens VD kam am Weihnachtsmorgen ein 30-jähriger Autofahrer ums Leben. Gemäss Mitteilung der Waadtländer Kantonspolizei hatte er auf der Strasse zwischen Lausanne und Bern in hohem Tempo ein anderes Auto überholt. Er verlor die Kontrolle über seinen Wagen, worauf sich das Auto überschlug und neben der Strasse auf dem Dach zum Stillstand kam. Die Feuerwehr konnte den Mann nur noch tot bergen.

Glück im Unglück hatte ein 20-jähriger Urner, der auf der schneebedeckten Klausenstrasse unterwegs war. Wie die Kantonspolizei Uri mitteilte, geriet er aus ungeklärten Gründen auf die linke Strassenseite, fuhr gegen einen Kolonnenstein und stürzte acht Meter den Abhang hinunter. Er überlebte verletzt und wurde mit der Ambulanz ins Spital gebracht.