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SBB verspricht: Service wird in den nächsten zwei Jahren besser

SBB will auch beim Verpflegungsangebot zulegen

SBB will auch beim Verpflegungsangebot zulegen

Jeannine Pilloud, Personenverkehrs-Chefin bei den SBB, ist will den Service der Bahn in den nächsten zwei Jahren verbessern. Sie darf auch die Preise nicht so stark erhöhen wie geplant. Preisüberwacher Stefan Meierhans hat sein Veto eingelegt.

Personenverkehrs-Chefin Jeannine Pilloud will den Service verbessern. « Wir müssen bezüglich Klima, Verpflegungsangebot aber auch Kundeninformation besser werden», gab sie in der Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens die Marschrichtung bekannt.

Die Personenverkehrs-Chefin will innerhalb von zwei Jahren Fortschritte sehen. So prüft sie derzeit etwa 60 verschiedene Toilettensysteme, damit es in Zukunft weniger verstopfte Klos in den Zügen gibt.

Pilloud reagiert auf Kritik

Damit reagieren die Bundesbahnen auf Kritik der Passagiere, welche sich unter Service etwas anderes vorstellen als das Bahnunternehmen. «Die Erwartungshaltung steigt, die Kunden erwarten heute ganz andere Sachen als noch vor 20 Jahren», sagt Pilloud.

Kritik hagelt es auch von Experten: «Die SBB wollen möglichst nichts mit dem Kunden zu tun haben. Nicht am Schalter, abwimmeln mit Callcenter oder am Automat. Der Kunde soll kommen, bezahlen, aber möglichst keine Wünsche haben», sagt Walter von Andrian, Chefredaktor der «Schweizer Eisenbahnrevue».

SBB müssen bei Aufschlägen zurückkrebsen

Eine Kurskorrektur vornehmen müssen die SBB auch bei den Preisanpassungen. Sie wollten die Preise auf den Fahrplanwechsel um durchschnittlich 5,6 Prozent erhöhen. Daraus wird nun nichts, wie Verwaltungsrats-Präsident Urlich Gygi in der «Rundschau» sagte. Preisüberwacher Stefan Meierhans hat gegen die Erhöhung opponiert und sich durchgesetzt. «Es wird weniger sein», sagte Gygi. Um wie viel die SBB aufschlagen werden, wollte Gygi nicht sagen. Die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss. (rsn)

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