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SBB verbessern den Handy-Empfang in Zügen und an Bahnhöfen

Telefonieren und surfen im Zug soll endlich störungsfrei möglich werden: Die SBB plant einen massiven Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur. An 100 Bahnhöffen wollen die SBB zudem das Drahtlos-Internet angeboten werden.

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SBB bauen Internet-Infrastruktur aus

SBB bauen Internet-Infrastruktur aus

Keystone

«An den neuralgischen Achsen werden die Antennen verstärkt. Wir sind mit Hochdruck daran, die Leistung um den Faktor fünf bis zehn zu verbessern», sagt Pilloud der Zeitung «Der Sonntag». Konkret heisst das: Die Datenmenge pro Zug soll von heute 5 bis 8 Megabit pro Sekunde auf 40 bis 50 Megabit erhöht werden. Die Massnahmen sollen bis in zwei Jahren dazu führen, dass man im Zug mit «hoher Qualität» telefonieren und schneller surfen kann.

Die SBB macht damit das, was in nordeuropäischen Ländern bereits seit Jahren Standard ist. Deswegen werden zurzeit die Eisenbahnwagen mit sogenannten Repeatern der neusten Generation ausgestattet, welche die Signale verstärken.

Pilloud kritisiert Leuthard

Auch an den Bahnhöfen investiert die SBB. Statt wie heute an 30 sollen künftig an 60 bis 100 Bahnhöfen drahtloses Internet über WLAN angeboten werden. Und: Der Internetzugang bei der SBB wird voraussichtlich gratis sein. Der definitive Entscheid ist hier aber noch nicht gefallen.

Pilloud äussert sich auch zur Sparvorgabe des Bundes, wonach bei 175 von 300 Regionalbahnlinien die Umstellung auf Busbetrieb geprüft werden muss. Pilloud kritisiert: «Ohne gut ausgebauten Regionalverkehr würde auch der Fernverkehr einbrechen. Wir würden unser gesamtes Verkehrssystem gefährden! Zudem: Wenn Sie noch mehr Verkehr von der Schiene auf die Strasse verlagern, kommt es in unserem Land, wo der Boden immer knapper wird, zum Kollaps.»