Abstimmungskampf
SBB darf nicht gegen 2. Gotthard-Röhre werben

Wie stehen die SBB zum Bau eines zweiten Gotthard-Strassentunnels? Die Stellungnahme einer SBB-Pressesprecherin zugunsten der Abstimmungsvorlage im «SonntagsBlick» löste einigen Wirbel aus. Denn die SBB-Basis ist mehrheitlich gegen das Strassenprojekt.

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Auf der Gotthardstrecke der SBB in Airolo (Archivbild).

Auf der Gotthardstrecke der SBB in Airolo (Archivbild).

Keystone/URS FLUEELER

Am Samstag kündigte die Eisenbahner-Gewerkschaft SEV an, sie plane am 2. Februar einen Aktionstag gegen die zweite Röhre. Aber ist die SBB-Führung wirklich für den Strassentunnel?

Gemäss Informationen der «Schweiz am Sonntag» handelte es sich beim Zitat der Pressesprecherin um eine «Kommunikationspanne».

Im SBB-Verwaltungsrat hält sich die Begeisterung über die zweite Röhre nämlich in engen Grenzen.

Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi will auf Anfrage nicht verraten, wie er selber am 28. Februar stimmt. Wohl aber sagt er, wie er bei der Durchsetzungsinitiative stimmt – nämlich nein.

Zur Gotthard-Vorlage erläutert Gygi: «Wir beteiligen uns nicht am Abstimmungskampf. Wir werden vom Verkehrsdepartement Uvek überwacht und können uns darum nicht frei äussern.» Es wäre, ergänzt er, sicher nicht möglich, eine andere Haltung zu vertreten als das Uvek.

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