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SBB-Angestellte sind mit Chefs unzufrieden

Die Mitarbeiter der SBB stellen ihren Chefs in einer internen Personalumfrage ein schlechtes Zeugnis aus. Mit ihrer Arbeit sind die «Bähnler» aber zufrieden.

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Kritik an Meyers Bezügen

Kritik an Meyers Bezügen

Tobias Gafafer

Die SBB stehen vor entscheidenden Weichenstellungen. Ausgerechnet jetzt stellen die Mitarbeiter der Konzernleitung um Bahnchef Andreas Meyer aber ein schlechtes Zeugnis aus. In der jüngsten internen Personalumfrage erhielten die Chefs nur 48 von 100 möglichen Punkten. Von rund 28000SBB-Mitarbeitern nahmen 1044Angestellte an der Umfrage teil.

Dass der Unmut über die Konzernleitung wächst, führen Branchenkenner auf zwei Faktoren zurück. Einerseits befinden sich Bereiche wie die Informatik oder die Infrastruktur in Umstrukturierungsprozessen, die den Abbau von gegen 350 Stellen umfassen. Anderseits herrscht in der SBB-Chefetage Unruhe. SBB-Chef Andreas Meyer hat seit seinem Amtsantritt fast die komplette Führungsriege ausgewechselt. Zudem gilt sein Führungsstil als forsch.

Allerdings sind nur die Noten der Konzernleitung wieder schlecht ausgefallen. Insgesamt ist die Zufriedenheit des Personals sogar leicht gestiegen und beträgt jetzt 64 von 100 Punkten - primär dank den Eisenbahnern an der Front sowie dem Personenverkehr, SBB Cargo und den Immobilien. So erhielten die Arbeitsabläufe oder die direkten Vorgesetzten meist gute Noten. Auch beim Engagement und der Identifikation mit der Bahn erzielen die SBB Werte, von denen andere Betriebe träumen.

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