Verkehrssicherheit
Säufer und Drogensüchtige verlieren deutlich häufiger ihren Fahrausweis

Noch nie wurden so viele Fahrausweise wegen Drogensucht oder Trunksucht (2105) entzogen wie im vergangenen Jahr. Das geht aus Angaben des Bundesamtes für Strassen Astra hervor.

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Eine Patrouille der Polizei Basel-Landschaft, bei der Fahrzeug und Führerausweis-Überprüfung,

Eine Patrouille der Polizei Basel-Landschaft, bei der Fahrzeug und Führerausweis-Überprüfung,

Keystone

Gemäss der Statistik zu den administrativen Massnahmen des Astra sind im 2013 nicht weniger als 3277 Billettentzüge wegen Drogensucht vorgenommen wurden. Das sind 33 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die «Sonntagszeitung» berichtet.

2105 Autofahrer mussten den Führerausweis wegen «Trunksucht» abgeben, was einer Zunahme von 20 Prozent entspricht.

Gemäss Fachleuten ist das kompromisslose Durchgreifen der Behörden auf neue Regelungen des Programms für mehr Sicherheit auf den Strassen (Via Secura) zurückzuführen. Diese traten Anfang 2013 in Kraft.

Die Statistik zeigt auch, dass nicht alle Kantone gleich konsequent gegen Drögeler und Alkoholiker hinter dem Steuer vorgehen. Im Aargau und in Bern haben die Ausweisentzüge massiv zugenommen. In Zürich sowie den meisten Kantonen der West- und Innerschweiz ist diese Entwicklung deutlich weniger zu beobachten.

Carlo Gsell vom Strassenverkehrsamt Zürich weist gegenüber der «Sonntagszeitung», dass dies mit einer «laschen Praxis» zu tun habe. Vielmehr handle es sich um ein «statistisches Phänomen». Ein Ausweisentzug habe meist auch andere Gründe. Deshalb werde manchmal ein anderer Grund als die Sucht in der Statistik aufgeführt.

Die Zunahme lässt sich bereits seit einigen Jahren feststellen, war aber zwischen 2012 und 2013 mit plus 33 respektive plus 20 Prozent besonders markant.

Ein Grund dafür ist beispielsweise das Strassensicherheitsprogramm Via Sicura. Obligatorische Abklärungen ergeben öfters, dass jemand drogen- oder trunksüchtig ist. (sda/no)

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