Die Bilder gingen um die Welt: Betrunkene Soldaten, die ausgiebig feiern. Zu sehen sind die Bilder der Schweizer Kfor-Truppe im Internet. Doch damit nicht genug: Auch Bordellbesuche gehören offenbar zum Alltag der in Kosovo stationierten Soldaten.

In Bundesbern sind Sicherheits-Politiker darob aufgeschreckt. Sie planen auch bereits den Truppenabzug. Nur rund ein Viertel des bisherigen Kontingents soll im Kosovo bleiben, berichtet die Zeitung «Sonntag». Heute sind 220 Schweizer Soldaten im Kosovo. «Es wird eine Ausdünnung geben, auf vielleicht 50 Leute, die genaue Zahl ist aber noch offen», sagt der Luzerner CVP-Nationalrat Pius Segmüller, der SIK-Mitglied ist, im «Sonntag».

Lage ist sicher

Insbesondere bei der Infanterie- und Logistiktruppen sei dies unumgänglich. Auch für den St. Galler CVP-Nationalrat und SIK-Präsident Jakob Büchler steht fest: «Es läuft auf eine Verkleinerung der Schweizer Truppe hinaus, auch Bundesrat Ueli Maurer signalisierte, dass deren Zahl abgebaut werden soll.»

Hintergrund ist die verbesserte Sicherheitslage im Kosovo. Seit Wochen rapportiert Swisscoy in ihrem Lagebericht, der im Internet abrufbar ist, stets dasselbe: «In der Berichtswoche gab es keine sicherheitsrelevanten Ereignisse. Die Lage wird als ruhig und stabil eingestuft.» (rsn)