Frankreich

Sarkozy will radikal gegen Schülergewalt vorgehen

Sarkozy will gegen Gewalt vorgehen

Sarkozy will gegen Gewalt vorgehen

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will mit mobilen Polizeitruppen und systematischen Schultor-Kontrollen die Gewalt an den Schulen eindämmen. Dazu könne auch die «Zivilreserve der Nationalpolizei» mobilisiert werden, sagte Sarkozy in Paris.

An den Schulen gebe es "Kriminalität, sogar Barbarei", sagte Sarkozy. "Ich sage das mit grossem Ernst: Vergessen wir niemals die 17 Toten von Winnenden in Deutschland am 11. März."

Eine Zunahme der Gewalt an den französischen Schulen lässt sich statistisch nicht belegen. In den vergangenen Wochen hatten aber mehrere Fälle Schlagzeilen gemacht. Sarkozy selbst nannte Beispiele, bei denen Schüler mit einem Hammer angegriffen oder Lehrer mit einem Messer attackiert worden waren.

Die Sozialisten warfen dem Präsidenten vor, mit seiner Sicherheitspolitik gescheitert zu sein. Die im Europawahlkampf eingebrachten radikalen Pläne gingen nicht an die Ursache der Gewalt.

Sarkozy will Schulangestellten künftig das Recht einräumen, Taschen von Schülern zu durchsuchen und Waffen zu beschlagnahmen. Im Konfliktfall solle der Schulleiter schnell eine jederzeit einsetzbare mobile Polizeitruppe anfordern können.

Er werde prüfen, ob man Polizisten im Ruhestand sowie besonders ausgebildete Freiwillige über die Sicherheit der Schulen wachen lassen solle. Zur Abschreckung würden mehr Kameras in den Schulen installiert. Man dürfe nicht zulassen, dass Ganoven an den Schulen Schrecken verbreiteten und die Mehrheit am Lernen hinderten.

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