Renovation Stadtkirche Brugg
Sanfte Kur für die Stadtkirche

Seit Mitte Juni wird an der Brugger Stadtkirche gearbeitet. Bis zum Bettag soll die sanfte Innen- und Aussenrenovation des Gotteshauses abgeschlossen sein.

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Aargauer Zeitung

Louis Probst

«Sind Sie von der Presse?», fragt freundlich der Mann von hoch oben, von der Hebebühne, herab. «Warten Sie einen Moment. Ich will nur noch dieses Stück fertig machen.» Wenige Minuten später surrt die Hebebühne und Hugo Stössel von der auf Kirchenmalerei spezialisierten Firma Fontana & Fontana aus Rapperswil-Jona schwebt sozusagen vom Kirchenhimmel herab. «Gefragt ist hier eine sanfte Renovation», erklärt er. «Grosse Eingriffe werden keine vorgenommen. Decke und Wände werden erst trocken und dann feucht gereinigt und retuschiert. Vorgängig sind die Risse in den Stukkaturen behoben worden. Ziel ist es, so wenig Farbe wie möglich zu verwenden.» Aber nicht allein die Kirchenmaler sind derzeit in der Stadtkirche am Werk. Elektriker verlegen neue Leitungen und aussen bearbeiten Steinmetze die Natursteine des Gebäudesockels.

Auch die Beleuchtung wird ersetzt

Update

Der erste Bau der Stadtkirche stammt aus der Zeit der Stadtgründung um 1220. Später wurde die Kirche erweitert und zwischen 1734 und 1750 barockisiert. Aus dieser Zeit stammen die Stukkaturen. Für die jetzige Renovation, die von der Denkmalpflege begleitet wird, hat die Kirchgemeindeversammlung 1,09 Mio. Franken bewilligt. (AZ)

Bei der Aussensanierung wird entlang des Gebäudesockels der Boden rund einen Meter tief ausgehoben. In den Graben wird eine Sickerleitung verlegt. Anschliessend wird der Graben mit Sickergeröll aufgefüllt. Damit soll eine gute Abtrocknung des Gebäudesockels gewährleistet und das Aufsteigen von Feuchtigkeit in den Mauern vermieden werden. Schliesslich werden die Fassaden von Langhaus und Turm neu gestrichen.

Am 15. Juni sind die Arbeiten an der Kirche aufgenommen worden. «Ziel ist es, die Sanierung bis zum Bettag, dem 20. September, abschliessen zu können», erklärt Peter Menziger. «Bis jetzt ist alles im grünen Bereich. Wir hoffen auch, dass der Kreditrahmen eingehalten werden kann.»

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