Fragestunde

Salmennutzung bis 2017

Im Moos: Ein Naturbad könnte hier entstehen. sul

Moos

Im Moos: Ein Naturbad könnte hier entstehen. sul

Wie weiter mit dem «Salmen»? Dachte man an eine Limmatbadi? Wo werden die Urnen vor der Bestattung aufbewahrt – der Schlieremer Stadtrat hielt eine Fragestunde ab.

Sidonia Küpfer

«Ist dem Stadtrat klar, dass die Angaben auf der Homepage der Schulen Schlieren völlig veraltet sind?», wollte Gemeinderat Beat Rüst (Grüne) von der Schlieremer Exekutive wissen. Stadtrat Christian Meier (SVP), Ressortvorstand Werke, Versorgung und Anlagen, verwies auf eine Arbeitsgruppe, welche den Internetauftritt für die ganze Verwaltung prüfe. Die Homepage der Schule sei tatsächlich etwas stiefmütterlich behandelt worden. Meier stellte aber baldige Besserung in Aussicht.

Ein Naturbad im Bereich der Limmat? Diese Idee warf Gemeinderätin Manuela Stiefel (FDP) auf: Der Stadtrat habe für den Bau eines Naturbades einen Planungskredit gesprochen, ob denn auch die Idee eines Naturbads im Bereich der Limmat geprüft worden sei. Stadtrat Christian Meier stellte sich auf den Standpunkt, dass ein Flussbad grundsätzlich existiere, wenn auch ohne Toiletten und Kiosk.

Ein Umzug ins Zelgli - also in Limmatnähe - sei aber geprüft worden. Das Projekt wäre aber drei Mal teurer als eine Renovation des Freibades «Im Moos». Zumal dieses Bad unter Denkmalschutz stehe und nicht abgerissen werden dürfe.

Nach dem aktuellen Stand der Dinge punkto Salmenliegenschaft und Salmensaal erkundigte sich Gemeinderat Andreas Geistlich (FDP). Stadtrat Robert Welti (EVP), Ressortvorsteher Soziales, blickte in seiner Antwort auf die lange Geschichte des 1956 gebauten Salmensaals zurück. Schlieren habe damals ein Mitbenutzungsrecht erworben und sich jeweils an den Kosten für Renovationen beteiligt.

Eine Gesamtrenovation habe es aber nie gegeben. 2007 habe die Stadt einen Katalog dringender Renovationen angefertigt, in dem etwa der abgenutzte Parkettboden oder die sanitären Anlagen erwähnt seien. Passiert sei aber nichts. Im Mai dieses Jahres sei der Stadt vorgeschlagen worden, den «Salmen» zu mieten oder zu kaufen, berichtete Stadtrat Welti.

Doch die Stadt habe den Preis als zu hoch erachtet. 2017 werde die Benutzung des «Salmens» auslaufen und bis dahin müsse ein Entscheid gefällt werden, ob ein neuer Saalbau gebaut werde. Bis dahin wolle die Betriebskommission aber den Salmensaal brauchbar halten.

Gemeinderat John Daniels (FDP) wollte wissen, wie weit der Stadtrat angesichts der baldigen Aufhebung der Skater-Anlage mit der neuen Standortbestimmung sei und ob er auch die Übernahme der von privater Seite angebotenen Lösung in Betracht gezogen habe. Stadtrat Meier erläuterte in seiner Antwort, dass als dauerhafte Lösung das Zelgli im Vordergrund stehe.

Die Skater-Anlage sei der Planung eines Kunstrasenplatzes angehängt. Als Übergangslösung wurde der Stadt ein Grundstück auf dem Färbi-Areal angeboten, das sie zum Nulltarif haben könnte. Nun stelle sich für den Stadtrat die Frage, ob man sich das leisten wolle. Denn es müssten Kosten für eine Asphaltierung getragen werden, deren Höhe noch unklar sei, so Meier.

Gemeinderat Thomas Grädel (SVP) wollte wissen, wie der Stadtrat darauf einwirken könne, dass der Veloweg entlang der Limmat von der linken auf die rechte Uferseite verlegt werde und dass auf der linken Seite ein allgemeines Fahrverbot erlassen werde. Es hätten sich vermehrt Zwischenfälle zwischen Radfahrern, Fussgängern und Hunden ergeben.

Stadträtin Bea Capaul (parteilos), Ressortvorsteherin Sicherheit und Gesundheit, konnte dem Fragenden nicht viel Hoffnung machen: Die Strecke sei Teil der Radroute Goldküste-Limmat von Rapperswil nach Baden. Aber der Stadtrat könne dem Kanton ein Schreiben schicken und das Anliegen formulieren.

Gemeinderätin Trudy Schönbächler (CVP) hatte auf der Schlieremer Website eine Ungenauigkeit entdeckt. Dort heisse es, «Tempo 30 werde in allen Wohnquartieren eingeführt». Schönbächler regte an, den Passus zu präzisieren und von «den meisten» Quartieren zu sprechen. Stadträtin Bea Capaul nahm den Vorschlag auf und möchte fortan dazu schreiben: «Wird etappenweise umgesetzt.»

Arthur Naumann (QV) wollte vom Stadtrat wissen, ob der Strassenrand beim Neubau an der Güterstrasse, der seit rund zwei Jahren von der Bauherrschaft als Parkplatz genutzt werde, wieder hergestellt werde. Stadträtin Bea Capaul bestätigte dies.

Gemeinderat Jürg Naumann (QV) fragte den Stadtrat, ob bei den Planungen für den Stadtplatz nicht eine Verlegung der Ringstrasse angedacht war. Stadtrat Jean-Claude Perrin (SVP), Ressortvorsteher Bau und Planung, erklärte, dass die Ringstrasse erst in einer zweiten Etappe nördlich der Badenerstrasse 12/18/20/22 durchführe.

Gemeinderätin Silvia Coque-Mathis (QV) fragte, warum alle umliegenden Freibäder mehr Eintritte verzeichneten als im Vorjahr, nur das Schlieremer «Im Moos» nicht. Stadtrat Meier führte das Ergebnis auf den Ausfall der Heizung zurück, zudem seien keine Verbilligungen für Schüler gewährt worden.

Gemeinderat Markus Bärtschiger (SP) erkundigte sich, warum der Beitrag für die Schlieremer Chilbi mit 30 000 Franken so hoch sei. Ob darin noch keine Einnahmen eingerechnet seien. Stadträtin Bea Capaul bestätigte diese Vermutung. Da es dieses Jahr weniger Stände gebe, seien die Einnahmen noch unklar. Die letzte Chilbi habe 21 000 Franken gekostet.

Gemeinderat Pierre Clausen (CVP) fragte, ob sich die Aufbewahrung von Urnen bis zur Bestattung geändert habe. Er hatte deren Aufbewahrung im Geräteschuppen des Friedhofs als pietätlos kritisiert. Der Stadtrat will der Frage nachgehen.

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