Christian Bütikofer

Seit Wochen berichtet die österreichische Presse von Millionenzahlungen Saddam Husseins an den verstorbenen Rechtsaussenpolitiker Jörg Haider. Die Summen seien auf Konten in der Schweiz und Liechtenstein gebunkert worden. Haiders Gefolgschaft sprach bisher immer von «Schmierenjournalismus» und bestritt die Anschuldigungen empört.

Jetzt meldete sich eine weitere Person und sprach übers Husseins Zuwendungen. Ingenieur Franz Limpl bestätigte dem Nachrichtenmagazin «Profil», er habe die ersten Irak-Besuche Haiders organisiert. Und dabei habe Haiders Sprecher Karl Heinz Petritz von einem irakischen Geschäftsmann 500.000 Dollar erhalten, sagte der Kärtner Limpl, der seit fast 30 Jahren im Irak lebt.

Millionen für Besuche und TV-Auftritte

Auch nach dem zweiten Haider-Besuch im Mai 2002 sollen zwei Millionen Dollar an Petritz übermittelt worden sein. Für einen TV-Auftritt Haiders in einem arabischen Nachrichtensender, in dem der Kärntner Landeshauptmann Saddam öffentlich in Schutz nahm, soll es ebenfalls Zahlungen gegeben haben.

Petritz bestritt die Aussagen Limpls in österreichs Presse vehement.