Asyl
Ruth Humbel zur Amnesty-Kampagne: «Das ist im Stil der SVP»

Amnesty International Schweiz (AI) reagiert mit einer Satire-Kampagne auf die Verschärfungen im Asylwesen. In Videos und auf Plakaten stellt sie bekannte Blocher, Freysinger und Co. als Asylsuchende dar. Die Karikierten wollen die Plakate ignorieren.

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CVP-Nationalrätin Ruth Humbel sichtlich abgemagert
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Der SVP-Politiker Oskar Freysinger als syrischer Flüchtling
FDP-Chef Philipp «Filit» Müller als traurig dreinblickender Asylsuchender
SVP-Politikerin Céline Amaudruz auf der Flucht
Giuliano Bignasca mit neuer Frisur
Christoph «Cihan» Mörgeli als kurdischer Flüchtling
Die Wiedergeburt Christoph Blochers als Somalier

CVP-Nationalrätin Ruth Humbel sichtlich abgemagert

Zur Verfügung gestellt

Bei den unfreiwilligen Protagonisten der Amnesty-Kampagne scheint die Kampagne ihre Wirkung allerdings zu verfehlen: Sie wollen die Kampagne ignorieren, wie sie auf Anfrage der sda sagten. Rechtliche Schritte waren kein Thema.

Der Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger rät der Menschenrechtsorganisation, "sich lieber auf die Dutzenden von Länder zu konzentrieren, wo die Menschenrechte mit Füssen getreten werden, statt Politikern Lektionen zu erteilen".

Auch die FDP zeigt Amnesty die kalte Schulter: «Die Kampagne zeigt, wie realitätsfremd Amnesty ist», teilte FDP-Generalsekretär Stefan Brupbacher auf Anfrage mit. Amnesty schere sich nicht um den Ärger der Schweizer Bevölkerung über die Missstände im Asylwesen - stattdessen stelle sich die Organisation blind auf die Seite der Asylsuchenden.

Und die ebenfalls in der Kampagne karikierte CVP-Nationalrätin Ruth Humbel (AG) findet, dass Amnesty «eine solch aggressive Kampagne im Stile der SVP» gar nicht nötig habe.

Auf Plakaten, Postkarten und im Internet stellt AI Politiker aus den Parteien SVP, FDP, CVP und Lega dei Ticinesi auf entfremdete Weise dar. Der Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger heisst neu «Jussuf Freysinger», trägt einen Turban und ist ein Flüchtling aus Syrien. «Mustafa Blocher» und «Rusha Humbel» flohen beide unter dramatischen Bedingungen aus Somalia in die Schweiz, und «Filit Müller» ist ein kurdischer Flüchtling aus der Türkei. (rsn/sda)