Alarmzentrale
Russischer Raumfrachter: Absturz-Risiko für Schweiz gering

Das Risiko, dass die Schweiz vom Absturz des unbemannten russischen Raumtransporters Progress M-27M zwischen dem 7. und 9. Mai betroffen ist, wird als äusserst gering eingestuft. Dies gab die Nationale Alarmzentrale (NAZ) am Montag bekannt.

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Sojus-Rakete beim Start vom russischen Weltraumbahnhof Bajkonur..JPG

Sojus-Rakete beim Start vom russischen Weltraumbahnhof Bajkonur..JPG

Keystone

Die NAZ im Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS verfolge die Lage intensiv, heisst es in der Mitteilung weiter. Der grösste Teil des Raumtransporters werde in der Atmosphäre verglühen. Es werde aber erwartet, dass einzelne Teile die Erdoberfläche erreichten.

Das Risiko, dass die Schweiz davon betroffen sei und dass es dabei zu Schäden komme, werde aufgrund der kleinen Fläche des Landes und aufgrund bisheriger Erfahrungen mit Satellitentrümmern als äusserst gering eingeschätzt.

Die NAZ stehe mit der europäischen Raumfahrtbehörde ESA und weiteren Partnern in Kontakt und orientiere laufend die Behörden von Bund und Kantonen. Die Vorhersage der Zeit und des Orts des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre werde mit näher rückendem Ereignis präziser.

Die NAZ publiziert aktuelle Informationen dazu auf ihrer Website www.naz.ch. Generell gelte bei Satellitentrümmerteilen, diese nicht zu berühren und die Polizei zu informieren, schreibt die Alarmzentrale weiter.

Der unbemannte russische Raumtransporter Progress M-27M war am 29. April vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zu einem Versorgungsflug zur internationalen Raumstation ISS gestartet. Aufgrund einer noch nicht geklärten Störung kann der Transporter, der sich auf einer Umlaufbahn um die Erde befindet, nicht mehr gesteuert werden.

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