Russischer Präsident Medwedew für eigenen Palästinenserstaat

Medwedew begrüsst Abbas in Moskau

Medwedew begrüsst Abbas in Moskau

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat sich bei einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas für eine Zwei-Staaten-Regelung zur Lösung des Nahost-Konflikts ausgesprochen.

"Wir unterstützen weiter die Bildung eines eigenen palästinensischen Staates", sagte Medwedew nach Angaben der Agentur Itar-Tass in Moskau. Der Kremlchef kündigte erneut eine Nahost-Konferenz in Moskau an, deren Termin aber noch nicht feststeht.

"Eine solche Veranstaltung kann der nächste Schritt zu einer Lösung des Konflikts sein", unterstrich Medwedew. Abbas sagte, er unterstütze eine solche Konferenz. Russland sei für die Palästinenser ein wichtiger Partner.

Abbas kündigte an, "auch weiter" Moskau bei allen bedeutenden Entscheidungen konsultieren zu wollen. Es sei sehr wichtig gewesen, so kurz nach Amtseinführung der neuen israelischen Regierung unter Benjamin Netanjahu in Moskau Gespräche zu führen. So habe er mit dem Kremlchef auch über die "israelische Aggression im Gazastreifen" gesprochen.

Medwedew hatte Abbas bereits bei dessen Besuch in Moskau im vergangenen Dezember Unterstützung zugesichert. Russland unterhält zum Ärger Israels auch Kontakte zur radikal-islamischen Hamas-Organisation und versucht, als Mitglied des Nahost-Quartetts eine aktivere Rolle zur Lösung des Konflikts zu übernehmen.

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