Terrorakt auf Zug

Russische Islamisten bekennen sich zu Anschlag auf Zug

Grosse Anteilnahme nach dem Terroranschlag auf Zug

Grosse Anteilnahme nach dem Terroranschlag auf Zug

Islamistische Extremisten aus dem russischen Unruhegebiet Nordkaukasus haben sich zum Anschlag auf den Schnellzug Moskau-St. Petersburg bekannt. Aus Anteilnahme mit den Opfern demonstrierten tausende Russen gegen Terrorismus.

In Moskau versammelten sich mehr als 10000 Menschen bei einer Anti-Terror-Demonstration. Kremlchef Dmitri Medwedew erliess wegen der Terrorgefahr am Abend eine Anordnung über die Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen an den Bahnstrecken Russlands.

Die Extremisten Russlands nannten als Grund für den Anschlag die fortgesetzte "blutige Besatzungspolitik" im Kaukasus. Deshalb habe sich die Gruppe zu einem "Sabotagekrieg" im russischen Kernland entschlossen, heisst es in einem Schreiben, das auf einer Website tschetschenischer Separatisten veröffentlicht wurde.

Die Extremisten begründen in dem Schreiben den Anschlag auf den "Newski Express" mit den vielen hohen Beamten, die den Luxuszug zwischen den beiden grössten Städten des Landes nutzen würden. Die Gruppe bereite weitere Attentate auf "strategische Ziele" vor.

Die russischen Ermittlungsbehörden begannen mit der Fahndung nach vier Kaukasiern. Die Männer hätten sich vor dem Anschlag "verdächtig" in der Region verhalten, sagte ein Sprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax. Die Staatsduma in Moskau ehrte die Opfer des Anschlags am Mittwoch vor ihrer Sitzung mit einer Schweigeminute.

Etwa 100 der mehr als 650 Passagiere des voll besetzten Zuges waren am Freitagabend verletzt worden, als an der Strecke des "Newski Express" ein Sprengsatz explodierte. Als Drahtzieher des Anschlags wird der zu islamistischen Terroristen übergelaufene Ex-Soldat Pawel Kossolapow gesucht.

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